Archiv der Kategorie: Bauvorbereitung

Hier passiert (bald) etwas..

Die Baugenehmigung wurde am 30.06.15 erteilt, Wochen eher als erwartet. Die Bau-Freigabe von HvH erfolgte am 08.07.2015 und die voraussichtliche Fertigstellung ist für den 11.03.2016 geplant.

Wann ist "bald"?
Heinrich

Jetzt könnte die Absteckung erfolgen und Ende Juli der Ortstermin mit dem Bauleiter.

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Unser neues Haus wird so aussehen

Das Haus unserer Wahl war ein Bungalow, doch dieser ist in einer Gegend mit überwiegend Satteldächern nicht „genehmigungsfähig“. Also bauen wir jetzt quadratisch, mit gerader Treppe „liftamäßig“ optimal vorbereitet, ein Haus im „Kaffeemühlenstil“. Die Baulinie an der Straße muss natürlich eingehalten werden, auch wenn das bewaldete Baugrundstück (90 x 100 m)  sich sehr weit nach hinten ausbreitet. Die wunderbaren Häuser in Berlin-Dahlem oder am Wannsee hätten nach dieser Logik nie gebaut werden können. C’est la vie.

Die Wohnfläche beträgt 158 m², die Gesamtfläche 166 m².

EG
EG
OG
OG

Ansichten

Norden
Norden

 

Osten
Osten
Westen
Westen
Süden
Süden

Shit happens

18.03.2016  Wassertropfen im Scheibeninnenraum

Im Sommer sind die Tropfen verschwunden.


11.03.2016  Probleme mit beiden Regenfallrohren

Behoben durch Dachdecker Seitz.


10.02.2016  Riss in der linken Seitenwange der Treppe

Keine Reparatur, sondern Verdoppelung der HVH-Gewährleistung auf 10 Jahre.


03.02.2016   Kabel für LTE-Antenne nicht in HAR gelegt.

Blieb folgenlos, da die Telekom LTE nicht liefern konnte.


22.12.2015  Abwasserschacht außerhalb des Grundstücks 
Hier hat Firma Hilbert den Lageplan nicht beachtet und wir haben nicht ausdrücklich darauf hingewiesen. Die Bauherrin beteiligt sich mit € 450 an der Verlegung des Schachtes.


16.12.2015  Stromanschluss
Da wir versäumt haben, dem Elektriker Haase eine Vollmacht zur Beantragung eines Stromzählers zu erteilen gibt es kein Licht  und die Heizung  läuft weiterhin mit Baustrom.

Stimmt gar nicht: Fax ist bereits im Oktober 2015 an Firma Haase versandt worden. Merke: Immer zusätzlich per Mail senden.


17.11.2015   Still ruht die Baustelle
Am 17.11.2015 sollte das Haus den Dekorputz bekommen, doch niemand erschien oder meldete sich.


24.08.2015   Still ruht die Baustelle
Trotz telefonischer Ankündigung durch den Bauleiter ist zur Erstellung der Bodenplatte weder Personal noch Material auf der Baustelle. Da auch am 25.08 nichts passiert ist, habe ich den HvH-Bauleiter  informiert. Dieser hat sofort Firma „Massivbau Langeneichstädt“ angerufen und nach 10 Minuten mitgeteilt, dass die Bodenplatte am 27.08.- 28.8.2015 gebaut wird. Ärgerlich ist nicht der 3-tägige Zeitverzug, sondern unsere mangelnde Information über: Welche Firma macht das Gewerk und wann beginnt die tatsächliche Tätigkeit.


14.08.2015    Wasserzählerschacht zu tief eingebaut (Firma Röder )
Wie gut, dass es Distanzringe gibt und der Schacht nicht befahren wird.


09.05.2015      AZV-Parthe
Wir haben übersehen, dass der Abwasserzweckverband die „Technische Festlegung zum Entwässerungsantrag“ nicht geliefert hat.  Sie kam dann am 12.05.2015 per Post. Wegen des am Nachmittags begonnenen Streiks bei der Post haben wir das Dokument zusätzlich per Fax und Mail versandt. Vielleicht hilft es.  Es hat geholfen: Der Bauantrag ist vollständig und wird am 19.05.2015 vom Bauaufsichtsamt an die Gemeinde Borsdorf weitergeleitet.

 

Bauantrag

Der Bauantrag wurde am 29.04.2015 um 14 Uhr in Isernhagen fertiggestellt, um 15:45 an der A9 (Beelitz-Heilstätten) unterschrieben und am 30.04.2015 dem Bauaufsichtsamt übergeben. Chapeau dem HvH Team, dass den Antrag in 4 Wochen erstellen konnte und besonders Herrn Raschewski, der unermüdlich „dran“ war und auf der Heimreise nach Leipzig sogar einen Umweg über den Berliner Ring gefahren ist.

Nach Einreichung der Bau-Unterlagen beim Bauaufsichtsamt sollte eine Woche später nachgefragt werden, ob diese vollständig sind. Nach spätestens zweieinhalb Monaten kann man über eine Erinnerung mit Fristsetzung von ca. drei Wochen nachdenken. Gibt es nach 4 Monaten keinen Bescheid könnte die Androhung einer Untätigkeitsklage beim zuständigen Verwaltungsgericht nützlich sein. Ohne diese Klage gibt es keinen Schadenersatz wenn das Bauvorhaben genehmigungsfähig war.

Übrigens: Das Bauaufsichtsamt Berlin-Hellersdorf (Kaulsdorf gehört dazu) hat 2013 lt. Pressmitteilung 604  Bauanträge in einer durchschnittlichen Bearbeitungszeit von 55 Tagen abgewickelt. Durch Einstellung neuer Mitarbeiter soll die Bearbeitungszeit vollständiger Bauanträge 2015 maximal 45 Tage betragen. Unser Nachbar baute mit HvH und hat 2014 die Baugenehmigung nach genau 6 Wochen bekommen. Da kiekste, wa?

Sächsische Bauordnung § 69

Behandlung des Bauantrags

„Die Bauaufsichtsbehörde hört zum Bauantrag die Gemeinde und diejenigen Stellen,

1. deren Beteiligung oder Anhörung für die Entscheidung über den Bauantrag durch Rechtsvorschrift vorgeschrieben ist, oder

2. ohne deren Stellungnahme die Genehmigungsfähigkeit des Bauantrags nicht beurteilt werden kann.

Die Beteiligung oder Anhörung entfällt, wenn die Gemeinde oder die jeweilige Stelle dem Bauantrag bereits vor Einleitung des Baugenehmigungsverfahrens zugestimmt hat. Bedarf die Erteilung der Baugenehmigung der Zustimmung oder des Einvernehmens einer anderen Körperschaft, Behörde oder sonstigen Stelle, gilt diese als erteilt, wenn sie nicht einen Monat nach Eingang des Ersuchens verweigert wird. Von der Frist nach Satz 3 abweichende Regelungen durch Rechtsvorschrift bleiben unberührt. Stellungnahmen bleiben unberücksichtigt, wenn sie nicht innerhalb eines Monats nach Aufforderung zur Stellungnahme bei der Bauaufsichtsbehörde eingehen, es sei denn, die verspätete Stellungnahme ist für die Rechtmäßigkeit der Entscheidung über den Bauantrag von Bedeutung.

Sobald der Bauantrag und die Bauvorlagen vollständig sind, bestätigt die Bauaufsichtsbehörde unverzüglich dem Bauherrn die Vollständigkeit von Bauantrag und Bauvorlagen und den nach Absatz 4 ermittelten Zeitpunkt der Entscheidung. Sind der Bauantrag oder die Bauvorlagen unvollständig oder weisen sie sonstige erhebliche Mängel auf, fordert die Bauaufsichtsbehörde unverzüglich den Bauherrn zur Behebung der Mängel innerhalb einer angemessenen Frist auf. Werden die Mängel innerhalb der Frist nicht behoben, gilt der Antrag als zurückgenommen.

(3)Die Bauaufsichtsbehörde hat möglichst frühzeitig auf das Erfordernis der Erteilung anderer öffentlich-rechtlicher Genehmigungen oder Erlaubnisse vor Baubeginn hinzuweisen.

(4) Die Bauaufsichtbehörde entscheidet innerhalb von drei Monaten über den Bauantrag. Die Frist nach Satz 1 beginnt mit dem bestätigten Eingangsdatum nach Absatz 2 Satz 1. Sie kann bei Vorliegen eines wichtigen Grundes um höchstens zwei Monate verlängert werden. Wird die Frist verlängert, ist dies dem Bauherrn unter Nennung der Gründe und unter Angabe des voraussichtlichen Zeitpunkts der Entscheidung mitzuteilen.

(5) Im vereinfachten Verfahren nach § 63 gilt die Genehmigung als erteilt, wenn die Bauaufsichtsbehörde nicht innerhalb der Frist des Absatzes 4 über den Bauantrag entschieden hat. Die Bauaufsichtsbehörde hat auf Antrag des Bauherrn darüber ein Zeugnis auszustellen. Das Zeugnis steht der Genehmigung gleich. § 66 bleibt unberührt.“

Die Frist von 3 Monaten beginnt,  wenn die Bauaufsichtsbehörde die Vollständigkeit des  Bauantrages bestätigt.

 

Baukosten und anderes

BaukostenBemusterung

 

 

 

 

 

 

05.05.15  Beauftragte Baukosten  HvH  € 190.450,00

Die Bauvertragskosten von € 186.067,- wurden durch zusätzliche Aufträge aus der Bemusterung um € 4.383,-  erhöht. Was haben wir nicht beauftragt:

  • Den Einsatz einer Luft/Wasser Wärmepumpe haben wir wegen hoher Anschaffungskosten, Lärmbelästigung der Nachbarn, zu erwartenden Reparaturkosten (Kompressor) und günstigen Gaspreisen verworfen. Eine Novolan Wärmepumpe heizt ab -10° nur mit Strom. Der Betrieb von Erdwärmepumpen macht Sinn, denn der Energiegewinn beträgt das 3-4 fache von Luft/Wasserwärmepumpen, ist aber auf unserem Grundstück nicht möglich.  Sollte eine Wärmepumpe nicht genau dimensioniert sein, gibt es Probleme und einige Installateure sind mit dem Setup überfordert. Also haben wir uns für die Wolf Therme „CSZ-2“ entschieden  und erzeugen auf dem Dach warmes  Wasser –  sogar im Winter bei Sonnenschein . Vorsicht, der Wassertank (300 Liter) kann sich im Sommer bis zu 90° aufheizen.
  • Die Qualität der von HvH verwendeten Fenster, Türen, Armaturen etc. ist für uns ausreichend. Wir verbessern die Sicherheit aber durch eine Alarmanlage.
  • Auf den Einbau eines Kamins („Ach, wie romantisch“) haben wir verzichtet, denn die Feinstaubbelastung der Luft ist in den letzten Jahren wieder gestiegen, und da helfen auch die per Gesetz verordneten Feinstaubfilter wenig. Abends von 8-10 stinkt es in den Gebieten mit Einfamilienhäusern gewaltig. Und ein Kamin ist manchmal für Nässe im Haus verantwortlich.
  • Rollläden ohne elektrischen Antrieb sind wie ein Fitnessprogramm und sparen, wenn sie zudem aus PVC statt Aluminium sind, einige tausend Euro.
  • Die Verlegung von Fliesen und Bodenbelägen, die Erstellung einer Garage mit Geräteraum, Malerarbeiten, Zäune, Sanierung des Pools, Pflasterarbeiten und Baumpflege, werden durch Firmen aus der näheren Umgebung ausgeführt.
  • Im Juli 2017 haben wir uns endlich die Mühe gemacht, die nicht von  HvH  erbrachten Leistungen  zu addieren. Aus 77 Rechnungen ergeben sich Kosten von  € 102.000. Die gesamten Baukosten – ohne Grundstück – betragen € 288.045.

Mehr- und Minderleistungen werden bei HvH  sachlich und wertmäßig professionell abgehandelt. Wer mit Mail, Drucker und Scanner arbeitet, kann auch einige Tage nach Planung und Bemusterung noch rechtsverbindliche Aufträge erteilen oder stornieren.

Baugrundstück

Die Größe dieses Flurstückes beträgt etwa 1100 m² und hat eine Nord – Süd Ausrichtung. Die Sonnenseite des Hauses ist daher leider der belebten Straße zugewandt. Ein mittelgroßer Baum und mehrere kleinere Obstbäume müssen gefällt werden.

 

Planungsgespräch

Auf das Planungsgespräch sollte man sich gut vorbereiten, denn nachträgliche Änderungswünsche, wie die Stornierung von Zusatzleistungen werden nur zu 80% gutgeschrieben. 20% werden als Bearbeitungsgebühr berechnet. Das Planungsergebnis  muss der Bauherr (BH) anschließend durch Unterschrift bestätigen. Andererseits kann der BH sogar nach der Bauantragstellung seine Planung verändern. Dies führt natürlich zu weiteren Kosten. Auf die Unterstützung des BH durch einen Baubetreuer kann meistens nicht verzichtet werden.
Das Planungsgespräch wurde von Frau M. straff und zielgerichtet geführt. Zuerst wurde anhand der Entwurfsvermessung die Lage des Hauses auf dem Grundstück geklärt: Baustraße, Stellplätze, Garage, Terassen, Schachtanschluss. Das Ergebnis wurde händisch mit einem Rotstift in die Entwurfsvermessung eingetragen.
Nach ca. 2 Stunden konnten wir mit der Planung des Hauses beginnen.  Wer Grundrisse verändert und im Maß 10×10 m planen will, kann dies preislich günstig mit „Villa Vario II“ erledigen.  Leider hatten wir in den bereits vor dem Planungsgespräch festgelegten Grundrissen zu viele Fenster. Das war nicht nur ungünstig für die Raumaufteilung, sondern hätte auch die Vorschriften für die zulässige Erwärmung des Hauses verletzt. Nach der Streichung von 4 Fenstern  und Änderung der Zimmergröße im OG waren wir zufrieden. Frau M. war „not amused“ hat aber tapfer durchgehalten und in unglaublicher Geschwindigkeit und virtuoser Verwendung von Tippex und Rotstift die Änderungen eingezeichnet.  Im EG haben wir mit dem Wunsch, eine tragende Wand zu entfernen die Statik verletzt und mussten uns mit einem Durchbruch von 1,88 m begnügen. Und die Garage muss um 1 m weiter nach rechts versetzt werden, denn sie darf nicht über den Versorgungsleitungen des HAR errichtet werden.
Anschließend ging es unters Dach. Dort wählten wir Dachpfannen, Haustür, Rollläden und den Anstrich des Hauses. Nach 5 Stunden war alles erledigt.
Angesichts der reduzierten Festpreisgarantie möchten uns für die schnelle Anberaumung von Planungsgespräch und Bemusterung bei HvH und Herrn Raschewski, der uns Vorort unterstützt hat, bedanken. Einen Dank ebenso an Frau M. für die professionelle Durchführung.