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Sozialisten und Könige

Nahe unserem Haus und in 5 Minuten zu Fuß zu erreichen, liegt direkt an einer Brücke über das Flüsschen Parthe , das „Bebel-Liebknecht-Haus“. Aufgrund des  Sozialistengesetzes wohnten dort von 1881 bis 1890 die SPD-Führer August Bebel und Wilhelm Liebknecht in der Leipziger Str. 1. Dazu August Bebel im Jahr 1900: „Liebknecht bekam in einem anderen Hause ein einfenstriges Zimmer, in dem er zeitweilig mit seiner Familie bis zum Herbst des nächsten Jahres hauste, wo ich in Borsdorf Quartier machte und nun ein Haus entdeckte, in dem wir beide auskömmliche, wenn auch ärmlich ausgestattete Räume mieten konnte“.
Dort hat Liebknecht bis zu seiner Übersiedlung nach Berlin, September 1890, gewohnt. Trotz der Unzulänglichkeiten soll für die Liebknecht-Kinder die Zeit in Borsdorf mit den „schönsten Kindheitserinnerungen“ verbunden gewesen sein; hier machte sie ihr Vater mit der deutschen und der Weltliteratur ebenso vertraut wie mit Natur, Flora und Fauna. Dazu Natalie Liebknecht: „Park und Wald, beides unserer Wohnung gegenüber, gehört sozusagen uns, denn außer an Sonntagen verliert sich selten jemand bis dahin, und so sind wir darin unser eigner Herr. Wir lesen, schreiben und arbeiten, die Kinder spielen, niemand stört uns“.
Zugleich entwickelte sich der Bebel und Liebknecht politisch aufgezwungene Dorfwohnsitz zum Zentrum illegaler sozialdemokratischer Parteiarbeit. August Bebel berichtete, dass jeden Sonn- und Feiertag Sozialdemokraten aus Leipzig nach Borsdorf kamen, um Liebknecht und ihn zu treffen: „Oft hielten wir unter freiem Himmel geheime Versammlungen ab, wobei es galt, durch Aufstellung von Posten die herumstreifende Polizei uns vom Hals zu halten“. Jahrzehnte danach weihte die SPD mit einem großen Fest am 30. März 1930 – einen Tag nach dem Geburtstag von Wilhelm Liebknecht (* 1826) – die Gedenktafel für Bebel und Liebknecht am Haus in Borsdorf ein. Am Aufmarsch nahmen laut Polizeiangaben mindestens 6.000 Sozialdemokraten und Reichsbannerleute teil (die Leipziger Volkszeitung nannte am 31. März 1930 gar 10.000 Teilnehmer). In der Nazizeit wurde die Tafel versteckt und am 1. Mai 1946 wieder am Hausgiebel angebracht, wo sie sich bis heute befindet.  (Quelle: Wikipedia)

Bebel-Liebknecht-Haus
Erinnerungstafel am Bebel-Liebknecht-Haus
Parthe

Anders als bei Friedrich Wilhelm Voigt, der nur zum „Hauptmann von Köpenick“ wurde, weil er von keiner Gemeinde einen Pass bekam und überall ausgewiesen wurde, haben es die sächsischen Behörden nicht gewagt, Bebel und Liebknecht mit einem polizeilichen Aufenthaltsverbot für das direkt an Leipzig grenzende Borsdorf zu belegen und sie in abgelegenes Gebiet zu vertreiben.


Eingangstor

Am Montag, den 20. Mai 1895 besuchte König Albert von Sachsen und König Ferdinand von Bulgarien das auf unserem Grundstück einige Jahre zuvor erbaute Staegemann-Haus.  Max Staegemann war von 1882 bis zu seinem Tod 1905 Intendant der drei Leipziger Bühnen und einer der führenden Bühnenleiter Deutschlands. Der Hofzug hielt außerhalb des Bahnhofes vor dem Grundstückseingang, dessen Orginaltor noch erhalten ist. Ein ausgerollter Teppich führte vom Bahnkörper zum Eingang. Im Erdgeschoss befindet sich eine nach dem damaligen Geschmack getäfelte „Bauernstube“, die als Trink-  und Rauchstube verwendet wurde. Die hohen Herrschaften scheinen sich dort aufgehalten zu haben, denn das Besuchsdatum ist als Inschrift über einer Eingangstür  erhalten geblieben. Staegemann hat auf seinem Grundstück kleine  Konzertveranstaltungen und Theateraufführungen durchgeführt. Als Kulisse lies er sich inmitten eines kleinen Waldes eine Gartenlandschaft mit künstlichem Teich, Springbrunnen und Wasserfall bauen. Diese „Landschaft“ ist noch heute erhalten, nur die „Wasserspiele“ funktionieren nicht mehr. Die am Haus angebrachte hölzerne Bühne ist bei einem Bombenangriff zerstört worden. Staegemanns Enkelin berichtete, dass Staegemann mit Nikisch, Mahler, Wagner, Brahms und Bruckner befreundet war. Der in Leipzig wohnende Max Reger ist oft bei Staegemann zu Gast gewesen.

Steagemann-Haus (1895), Postkarte mit Namensfehler
Staegemann-Haus, Strassenansicht (1920)
Staegemann-Haus, Gartenansicht (2016)
Max Staegemann  (*10. Mai 1843 in Freienwalde; † 29. Januar 1905 in Leipzig)
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2016 – Lost and Found

Seit fast 11 Monaten wohnen wir jetzt im Haus und es ist schön, dass soviel geschafft wurde.  Über 500  m² rund ums Haus herum sind bepflanzt oder mit Rasen versehen.  Der Pool wurde saniert und das Grundstück von Baum-Wildwuchs und Gestrüpp befreit, so dass der ursprüngliche Parkcharakter langsam wieder sichtbar wird.  Aber es war auch hart und manchmal sind wir an unsere Grenzen gekommen.  Hier kommen noch ein paar unsortierte Fotos aus 2016.

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Kater Emmi hat sich der Völlerei hingegeben und kommt nur noch zum Fressen. Glücklicherweise haben wir eine Nachfolgerin: Lilly, eine reizende, junge Katze.
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Lilly ist eine vielseitig interessierte Katze. Beim Fernsehen mag sie besonders fliegende Vögel.
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Am Gürtel hängt die Einhandmotorsäge, Mit einer Hand wird geklettert, mit der anderen Hand das Seil angebracht und von unten in die Fallrichtung gezogen. Man kann Mario W. beim Fällen kaum zuschauen. Und alles bei -5° Celsius.
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Hier geht es wesentlich leichter.

 

 

 

 

Ein halbes Jahr im neuen Haus

Nach langer Pause melden wir uns mal wieder. Da wir gegenwärtig keine  Probleme mit dem Haus haben und alles funktioniert, können wir nichts Negatives berichten. Wir freuen uns , dass es keine Setzungsrisse gibt und die Haustechnik ohne Störungen läuft. Mittlerweile überstand das Haus Sturm und heftige Regenfälle unbeschadet. Der „Blower Door Test“ wurde mit  n50 = 0,98 1/h  bestanden, zulässig sind 3,0. Seit Mai 2016 haben wir nur ca 100 m³ Gas verbraucht haben und hatten trotzdem jederzeit warmes Wasser. Es ist schon erstaunlich, welchen Wirkungsgrad die beiden Kollektoren auf dem Dach haben.

Die einzige Plage, die uns seit Wochen heimsucht sind Wühlmäuse und ein Maulwurf. Der Versuch, die ungebetenen Gäste mit Buttersäure vom Pool zu vertreiben, war leider nicht erfolgreich. Jeden Tag kommen 3 neue Erdhügel hinzu, die dann wieder beseitigt werden müssen. Der teure Rollrasen ist nur noch ein Flickenteppich.

Erfreulich entwickelt sich die „Landwirtschaft“ der Bauherrin, auch wenn sie etwas ungeordnet erscheint. Seit mehreren Monaten können wir Tomaten ernten, wobei die Cherry-Tomaten deutlich besser als die aus dem Handel schmecken. Bei anderen Sorten haben wir das nicht so festgestellt. Auf jeden Fall ist alles im Garten total „Bio“. Die Streuobst-Äpfel enthalten selbstverständlich Maden und die Bauherrin ist unermüdlich dabei „fleischlosen“ Apfelmuss herzustellen. Dieser ist heller und rötlicher, und schmeckt auch besser als die Handelsware. Pflaumen und Marillen sind wunderbarerweise nicht von Schädlingen befallen, dafür auch nur halb so groß und süßer, als die aus dem Supermarkt. Die Bauherrin hat mindestens 30 Gläser Marmelade hergestellt. Nächstes Jahr wird es auch Himbeeren geben. Dieses Jahr gibt es  dafür 5 Kürbisse.

Die ebenfalls auf dem Grundstück liegende Staegemann Villa macht auch einige Arbeit, besonders das Zurückschneiden der Sträucher und Hecken ist aufwendig.  Max Staegemann war um 1900 Generalintendant der Leipziger Bühnen und nutzte die Villa als Sommerresidenz und Open-Air Theater für ausgewählte Gäste. Der durch ihn angelegte steinerne „Theaterhügel“, von dem ein künstlicher Bach herunterfloß, ist noch heute zu sehen.  Die Bauherrin denkt darüber nach, die trockengefallene Bachlandschaft wieder zu fluten. Für eine freiwerdende Wohnung (104 m²) wird ein Nachmieter gesucht .

Eine Absenkung der Strasse hat dazu geführt, dass schwere LKW und Busse bei der Vorbeifahrt eine deutlich wahrnehmbare Erschütterung  im Haus verursachten. Wir haben die Gemeinde informiert und nach mehreren Wochen wurde das Problem behoben.
Die Pflege der neuen Rasenflächen ist während der Hitzeperioden mit Temperaturen um 30°,  schon sehr zeitaufwendig. Damit das junge Gras überlebt, müssen die „gelben Flecken“ gezielt manuell bewässert werden, um den Grundwasserspiegel nicht allzu sehr sinken zu lassen. Die alten Gras-Wiesen  verbrennen zwar, überleben aber auch ohne Bewässerung.

Blitzeinschlag und Astbruch

In Deutschland entstehen jährlich etwa 750.000 Blitze, bevorzugt in den Monaten Juni, Juli und August. Am 2.07.2016 gegen 18 Uhr ist ganz nah ein Blitz eingeschlagen. Lichtbogen und ohrenbetäubender Krach waren eins, so dass ich sofort die Treppe hochlief,  um zu sehen, ob es brennt, denn im Blitzkanal entstehen Temperaturen von ca. 20.000 Grad. Glück gehabt, nur der Strom war im Haus ausgefallen. Dafür haben die beiden FI-Schalter im HAR gesorgt („Innerer Blitzschutz“). „F“ steht für „Fehler“ und „I“ ist das Formelzeichen der elektrischen Stromstärke. Diese Fehlerstrom-Schutzschalter verhindern gefährlich hohe Fehlerströme gegen Erde und tragen so zur Reduzierung lebensgefährlicher Stromunfälle in Niederspannungsnetzen bei.
Wie sich später herausstellte wurde ein Haus in 60 m Entfernung getroffen. Dank vorhandener Blitzableiter wurde hier nur der Fernseher zerstört  Der Blitz verteilte sich aber über Freileitungen und Erdkabel in zwei weitere Häuser. Bei unserem Nachbarn Peter wurde nur die Telefonsteckdose verschmort, so dass DSL und Telefon und ausfielen. Die FritzBox hat aber standgehalten . Das 2. Haus stand näher am Einschlag und hier funktionieren viele Geräte nicht mehr. Trotz FI-Schalter mache ich bei Gewitter wichtige und teure Geräte stromlos, denn „Stecker ziehen“ ist immer sinnvoll. Blitzeinschläge erzeugen ein extrem starkes elektrisches und magnetisches Feld. Statt der üblichen 230 Volt Spannung können dann für kurze Zeit mehrere tausend Volt auf der Leitung liegen. Selbst Blitze, die in zwei Kilometern Entfernung einschlagen, können noch Überspannungsschäden verursachen.

Bei der vor dem Haus stehenden Kastanie war ein großer Ast lautstark abgebrochen, aber nicht auf den Boden gefallen. Also habe ich die Borsdorfer (freiwillige) Feuerwehr gerufen. Endlich war mal was los uns bei uns und viele Kinder sahen zum ersten Mal eine richtige Feuerwehr in Aktion. Zwei tüchtige Feuerwehrleute haben den Ast in 12 m Höhe gesichert, dann zersägt und einzeln heruntergelassen, so dass unser Zaun nicht beschädigt wurde.

Der Pool hat jetzt eine Abdeckung von der Schweizer Firma Bieri bekommen. Die Plane wird mit einer Kurbel aufgerollt und kann mit einem Seil wieder abgerollt werden werden. Um den Eintrag von Sand zu verringern wurde Rollrasen um den Pool gelegt. Nach der Verlegung von 50 m Erdkabel hat die Filterbox jetzt einen Stromanschluss. Eine 1/2 Zoll Wasserleitung wurde parallel gelegt.

Alcatraz

Hierzulande hat ein (neues) Haus auch einen Zaun um sich zu haben, um Neugierige und böse Nachbarn auf Distanz zu halten. In vielen Wohngebieten der USA sind Zäune nicht erlaubt. Ich vermute, dass die Anzahl der bewaffneten Hausbesitzer positiv mit diesem Verbot korreliert und das wollen wir bei uns natürlich nicht haben. Der zaunlose Zustand wurde von der Firma  Alcatraz binnen eines Tages behoben. Der Zaun besteht aus schlichten grünen Stabmatten, was angesichts der Länge von 80 Metern nicht verwundert und ist 125 cm hoch. Hundebesitzer können die Beutel mit den Hinterlassen-schaften ihrer Lieblinge ggf. immer noch bequem auf unser Grundstück werfen. Die polnischen Mitarbeiter von Alcatraz haben den Zaun an einem Tag erstellt. Normalerweise betoniert man die Zaunpfähle an einem Tag  und  montiert die Zaunfelder am nächsten. Jetzt  sind  4  Pfosten locker und es muss nachgebessert werden.

Die Wunden schließen sich.

Heute wurden die Verlegung der Pflastersteine nach 6 Tagen beendet. Es war laut, sehr laut. Ständig lief irgendeine Maschine. Meistens wurden Pflastersteine zersägt oder passend gemacht. Zuerst wurde die Baustraße abgetragen, die für die Anlieferung der Garage nochmals durch Schotter verstärkt worden war, dann wurde die daneben liegenden  2. Baustraße abgebaggert,  auf der Betonfahrzeuge und der Kran standen. Für das Pflasterbett wurden große Mengen Kies und Splitt angefahren.  Splitt wird bei entsprechend stabilem Unterbau und starken Platten besonders für Autoeinfahrten und Stellplätze empfohlen. Splitt mit Feinanteilen (0-6 mm) bietet den Vorteil, dass er sich nicht nur durch seine raue Oberfläche gut miteinander verkantet, sondern auch in Verbindung mit Feuchtigkeit miteinander verklebt und hart wird wie eine wassergebundene Decke. Leider war das Wetter tagelang regnerisch und kalt, so dass die beiden Pflasterer eine schwere Aufgabe hatten. Beim Verlegen zeigte sich, dass die Garage nicht ganz parallel zum Haus aufgestellt war. Es gelang aber durch geschicktes Vergrößern der Fugen 15 cm Differenz zu kaschieren. Eine Aufgabe der Pflasterer war auch die nathlose Integration der beiden Kanalschächte, die erstaunlich gut mit Distanzringen und Mischung gelungen ist. Die Pflastersteine sind 8 cm stark und diese rund zu schneiden ist nicht einfach.

Am Wochenende wollten wir dem schmuddeligen Chaos entfliehen und der Bauherrin gelang es die letzten Karten im Gewandhaus zu ergattern. Von Borsdorf nach Leipzig benötigt man mit der S-Bahn 11 Minuten und geht dann weitere 10 Minuten. Bundespräsident Gauck und andere wichtige Menschen waren anwesend als Anne-Sophie Mutter beim Gedenkkonzert für Kurt Masur das Violinkonzert e-Moll (op. 64) von Felix Mendelssohn Bartholdy spielte. Vorher gab es Beethovens „Egmont“ Ouvertüre. Da konnte natürlich nichts schief gehen und der Saal tobte. Frau Mutter –  wie immer schulterfrei –  gab wie immer nur eine Zugabe. Die Bauherrin fand es toll, meinte aber,  Frau Mutter werde auch älter.

Heute wurden große Mengen von gesiebtem Mutterboden angefahren und mit einem kleinen Bagger geschickt verteilt, so dass die verletzte Erde kann wieder Früchte tragen kann. Auf den gepflasterten Flächen wurde dann feiner Sand verteilt, der in den nächsten Tagen mit dem Besen trocken in die Fugen geschlemmt werden muss.

Ach ja, es ist uns aufgefallen, dass an 2 Stellen am Boden Tropfstellen entstanden sind. Es sieht so aus, als ob  Wasser vom Giebeldach nicht vollständig in die Dachrinne gelangt, weil Giebel-Pfannen zu lang sind. Durch den bisherigen Sandboden ist dies nicht aufgefallen.  Da müssen die Dachdecker aus Zwickau leider nochmal ran.

 

Und die Erde bewegt sich doch.

Damit das Haus nicht mehr von einer Wüstenei umgeben sei  und ich auch sonst nichts zu tun hätte, machte die Bauherrin den Vorschlag, ich solle die Mutterboden-Hügel mit unserer neuen Schubkarre rund ums Haus verteilen. Vorher müsse ich aber den Bretterzaun an der Straße entfernen und die einbetonierten metallenen Zaunpfähle ausbuddeln, denn bald käme der Zaunbauer mit dem neuen Zaun. Ich entgegnete, die Sklaverei sei abgeschafft und ich würde mich bei den Nachbarn beschweren. Die Zaunpfähle waren feine Ost-Ware, für die Ewigkeit gebaut und zentnerschwer. Eine Weile übten wir uns in nonverbaler Kommunikation, bis glücklicherweise Herr W. vorbeikam. Er ist unsere Allzweckwaffe für alle Probleme rund ums Haus und die Bauherrin vertraut ihm. Er meinte, mit diesen Tätigkeiten sei ich bis in den Herbst ausgelastet. Da hatte die Bauherrin ein Einsehen und genehmigte die Anmietung eines Radladers mit einer 750 l Schaufel. Mit diesem Gerät gelangt es 8 Zaunpfähle mitsamt dem Betonfundament aus der Erde zu ziehen und direkt auf einen Anhänger zu laden. Für die Verteilung des Mutterbodens benötigte der Radlader weitere 5 Stunden.

Jetzt konnte die Bauherrin endlich die Lieferung vom Baldur-Pflanzenversand in die Erde bringen. Leider waren einige der bestellten „kräftigen“ Pflanzen gerade mal 1 cm groß. Damit Pflanzen und Rasen allzeit genug Wasser bekommen, wurde beschlossen einen Brunnen bohren zu lassen.
2 Tage später hatten wir einen, der Wasser mit Hilfe einer Gardena 5000/5 Pumpe aus 8 m Tiefe holt. Diese Tiefe ist für selbst-ansaugende Pumpen das Maximum das physikalisch möglich ist. Obwohl das Rückschlagventil richtig eingebaut und das ganze System mit Wasser gefüllt war, wollte die Pumpe aber nicht fördern. Nach endlosem Probieren fanden wir die Lösung: Den ersten Meter des hinten an der Pumpe angeschlossenen Gartenschlauchs im Winkel von 90 Grad etwa 20 Sekunden über der Pumpe nach oben halten, bis das Wasser konstant aus dem Schlauch fliest. Wenn das System dicht ist, muss dies nur einmal geschehen.
Die HvH-Dachdecker aus Zwickau haben sich um die Fallrohre gekümmert und auch eine schöne Wasserklappe für die Regentonne eingebaut.
Da ich mittlerweile weiß, wie an einem Haus mit 15 cm Dämmung Gegenstände bis 8 Kg pro Dübel befestigt werden, besitzt das Haus jetzt eine Hausnummer, die Nachts sogar leuchtet. Die Fischer Dämmstoffdübel FID 50 und FID 90 helfen hier weiter. Zuerst ein Loch bohren (z .B. 6 mm, 5 cm tief), dann das Drahtgeflecht etwas beiseite drücken, so dass der Dübel sich in die Dämmung bohren kann. Am Ende die Ränder mit Silikon abdichten, anschließend kann angeschraubt werden.

Am 11.04.16  wurde begonnen die Einfahrt zu pflastern und die Terrasse herzustellen.