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Glasfaser Hausanschluss

Der Wechsel von der Deutschen Telekom zur Deutschen Glasfaser (DG) ist ziemlich langwieriger Prozess. Einerseits sind die auslaufenden Verträge mit der Telekom zu berücksichtigen zum anderen die Herstellung der neuen Infrastruktur. Laut  einer Pressemitteilung beabsichtigt die DG ab dem Herbst die Anschlüsse in Borsdorf zu aktivieren. Bei uns muss nur noch die Hauswand zum Hauswirtschaftsraum durchbohrt werden, denn das orangefarbene Leerrohr mit der enthaltenen Glasfaser ist seit Monaten vorhanden. Es ist nachvollziehbar, dass die DG uns erst kurz vom  dem Ende des Telekom Vertrages anschließen wird, um die eigenen Kosten zu minimieren.

Bei der Herstellung des Anschlusses wollte die DG unser Leerrohr verwenden. Leider konnten wir keine Informationen bezüglich Tiefe und Länge des Leerrohres liefern. Also mussten 2 Mitarbeiter stundenlang graben, um in einer Tiefe von 1,5 m das Leerrohr zu finden.

Einige Wochen vorher haben Wespen beschlossen, sich bei uns im Rollladen des Küchenfensters einzunisten. Dabei wurde die Styropordämmung teilweise zerstört. Der Schädlingsbekämpfer hat die Wespen zwar vertrieben, aber der verklebte  Rollladen kann durch die Bauarbeiten der Wespen nur schwer bedient werden.

Glasfaser ante portas

Wunder werden war:  Die Einwohner von Borsdorf können jetzt entscheiden, ob Sie Internet per Glasfaser haben wollen oder weiter langsames DSL der Telekom. Unser rühriger Bürgermeister hatte die „Deutsche Telekom“ schon lange nicht mehr lieb und die „Deutsche Glasfaser“ suchte Partner, um auch in Sachsen Fuß zu fassen. Voraussetzung ist allerdings, dass sich mindestens 40 % der Einwohner für einen Glasfaseranschluss entscheiden. Die Ortsteile Zweenfurt und Borsdorf haben dieses Quorum bereits  erreicht. Wir haben 400 Mbit Download und 200 Mbit Upload gebucht  und bezahlen dafür fast den gleichen Preis, den uns die Telekom für 16 MBit berechnet.  Die Kosten  für den Hausanschluss werden bis zu einer Höhe von € 750,- von der Deutschen Glasfaser übernommen.  Die Bauarbeiten sollen Anfang März beginnen.

Kaum war die Entscheidung für die „Deutsche Glasfaser“ gefallen, begann die Telekom ihrerseits mit dem Glasfaser-Ausbau und errichtete noch im Dezember VDSL-Knoten in Borsdorf. Diese sind zwar noch nicht in Betrieb, aber die Telekom hat bereits begonnen frühere Kunden, die Verträge mit der „Deutsche Glasfaser“ abgeschlossen haben, telefonisch zur Rückkehr zu bewegen: Da unser Vertrag mit der Telekom noch nicht gekündigt worden sei, müssten wir ein weiteres Jahr  Gebühren zahlen. Ein Rückruf bei der Deutschen Glasfaser ergab, dass unser Anschluss bereits vollständig gekündigt wurde, die Telekom die Kündigung aber noch nicht bestätigt hat. Bis zur Übernahme der Rufnummer von der Telekom werden die vertraglichen Kosten von der Deutschen Glasfaser gutgeschrieben (max. 12 Monate).

Da die Telekom für die letzte Meile nach wie vor vorhandene Kupferkabel benutzt, können nur Anschlüsse, die nahe am Knoten liegen die theoretisch mögliche Transferrate von 250 Mbit erreichen. Weit entfernten Kunden garantiert die Telekom maximal 50 MBit.

Es ist sehr zu begrüßen, dass  die Bundesregierung endlich einen Gesetzentwurf gegen den „Glasfaserkannibalismus“ veröffentlicht hat. Demzufolge können die Telekom  und andere ihre Kabel nicht mehr in Gräben legen, die sie nicht selber ausgehoben haben. Durch dieses Verhalten wird der Glasfaserausbau sehr behindert. Wenn ein entsprechendes Gesetz käme, könnten Firmen,  die in den Glasfaserausbau investieren zu sicheren Erlösen kommen. Leider ist es seit einem halben Jahr nicht zur Verabschiedung eines Gesetzes gekommen.

Vor 2 Wochen hat DG-Generalunternehmer „Terrado“ aus Wesel mit der Glasfaser-Verlegung begonnen. Diese Arbeiten werden  – bis auf wenige Ausnahmen – von osteuropäischen Arbeitern durchgeführt.  Die DG erwartet, dass bis Ende 2019 alle Kunden angeschlossen sind.  Wer Tiefbauarbeiten durchführt  benötigt „Schachtscheine“,  um die maximale  Grabtiefe zu kennen. Da die reale Tiefe wesentlich geringer war als im Schachtschein angegeben, wurde Stromleitung für Borsdorf-Süd von einer Grabfräse unterbrochen. Nach 8 Stunden hatten wir wieder Strom . Zwei Wasserleitungen wurden ebenfalls beschädigt.

No news are good news

Auch nach zwei Jahren gibt es nichts Negatives über das Haus und „Heinz von Heiden“ zu berichten. Das Haus setzt sich nicht weiter und wir werden demnächst die losen Sockelleisten endgültig befestigen lassen. Der Riss in der linken Treppenwange hat sich nicht vergrößert und unser Uralt-Rasentraktor ist auch wieder angesprungen. Da wir es versäumt haben, die Kirschlorbeer-Sträucher winterfest zu machen, gibt es hier Frostschäden. Unser Bollerwagen, mit dem wir viele Tonnen Erde bewegt haben, ist leider gestohlen worden. Gegenwärtig wird jede Woche irgendwo in Borsdorf eingebrochen, so auch im Haus neben uns und obwohl unsere Fenster beleuchtet waren.

Überrascht hat uns der geringe Gasverbrauch im Frühjahr und Herbst. Auf der Südseite verfügt das Haus über große, bodentiefe Fenster mit Dreifachverglasung. Diese heizen die Wohnräume bei Sonnenschein so auf, dass ab etwa 10 Uhr nicht mehr geheizt wird.  Die beiden Kollektoren auf dem Dach erwärmen  den Warmwassertank (300 l) derart, dass gegen 16 Uhr bis zu 50° warmes Wasser verfügbar ist. Da der Sonnenstand im Sommer höher ist, kommt es nicht zu einer Überhitzung der Wohnräume.

Aber wie funktioniert eigentlich die überall erwähnte Brennwerttechnologie?  Anders als beim herkömmlichen Heizkessel, bei dem die heißen Abgase ungenutzt durch den Schornstein entweichen, werden bei der Brennwerttechnologie die Abgase so weit abgekühlt, das der darin enthaltene Wasserdampf teilweise zu flüssigem Wasser kondensiert. So kann die Energie des Dampfes zur Raumheizung genutzt werden. Letztlich kommt es darauf an, dass die Rücklauftemperatur des Heizwassers so gering wie möglich ist: Je kühler desto höher der Brennwerteffekt. Üblich sind 70° -75° Vorlauftemperatur für 50° Rücklauftemperatur am kältesten Tag des Jahres.

Der Auftrieb des Abgases moderner Brennwertheizungen reicht nicht aus, um den Schornstein zu verlassen, also ist ein Gebläse notwendig. Da das Abgas säurehaltig ist, muss die Abgasleitung beständig gegen Feuchtigkeit und Säure sein und vor Allem gasdicht sein.
Der Wirkungsgrad von Gasheizungen (109 %) ist gegenüber Ölheizungen etwa 6% größer, weil Erdgas mehr Wasserstoff enthält als Öl. Warum ein Wirkungsgrad über 100 % möglich ist erklärt sich dadurch, dass zum Standard „Heizwert“ die Wiedergewinnung der Wärmeenergie aus den Abgasen hinzugerechnet wird.

 

Jetzt den „LTE-Turbo“ zünden?

Im Dezember 2017 hat die Telekom Deutschland GmbH drei Postwurfsendungen mit der Überschrift „MAGENTA ZUHAUSE HYBRID“ in Borsdorf verteilen lassen. Geworben wurde mit der Schlagzeile: „JETZT ZUHAUSE DEN LTE-TURBO ZÜNDEN UND MIT BIS ZU 50 MBIT/SEK ZUSÄTZLICH SURFEN“ und noch „60 € Highspeed-Bonus“ sichern. Wenn Sie wissen wollen, was von dem wundersamen „LTE-Turbo“ zu halten ist, dann können Sie hier  die Erfahrungen eines Hybrid-Anwenders aus Borsdorf lesen.

Was meint die Telekom mit „Hybrid“?
Allgemein versteht man in der Technik unter Hybrid ein System, das zwei Technologien, in diesem Fall – DSL (Kabel) und LTE (Funk) – miteinander kombiniert. Zum einen werden Daten über DSL vom Hybrid-Router mit einer Geschwindigkeit von ca. 15 bis 16 Mbit/s bezogen. Zum anderen versucht der Hybrid-Router einen LTE-Mast in der Nähe zu finden, der Daten per Funk senden kann. Für Borsdorf und Panitzsch liefert der Mast in Panitzsch die besten Ergebnisse, wenn der Router entsprechend ausgerichtet ist und das Signal durch Gebäude nicht gestört wird. Wir benutzen Hybrid seit einem Jahr und können bestätigen, dass diese Technik funktioniert und Ausfallzeiten kaum vorkommen. So weit so gut.  Aber wie hoch ist der Zugewinn in der Datenübertragung, den ein Telekom-Kunde durch die Hybrid Technik erhält? Wir haben mit dem Telekom Server „speedtest.t-online.de“ folgende Erfahrungen gemacht:

Download  von 8 bis 24 Uhr:   22 Mbit/s      +   6 Mbit/s
Download von 0 bis 8 Uhr   :    24 Mbit/s     +   8 Mbit/s

Upload von 8 bis 24 Uhr:  12 Mbit/s            + 10 Mbit/s
Upload  von 0 bis 8 Uhr :   13 Mbit/s            + 11 Mbit/s

Die von der Telekom angezeigten Übertragungswerte sind fast immer 10 % größer als die anderer Test-Programme. Der Upload hat sich um den Faktor 4 verbessert. Der Zugewinn im Download – und auf den kommt es an – hat uns aber sehr enttäuscht. Einen laut Telekom möglichen Download von bis zu 50 Mbit/s haben wir nie erreicht. Allerdings hatten wir das Gefühl, dass es etwas schneller geht. Das kann auch eine Folge des verbesserten Uploads sein. Internet-Radio mit 320 Mbit/s und paralleles Surfen an einem 2 Computer ist meistens flüssig möglich. Die Telekom begrenzt – wie verspochen – das Datenvolumen nicht, so dass täglicher Download im Gigabyte Bereich möglich ist.

Dieses Ergebnis dokumentiert unsere Erfahrungen und erhebt keinerlei Anspruch auf allgemeine Gültigkeit. Bitte beachten Sie, dass diese Werte mit Standort, Zeit, Auslastung der Server und der Anzahl der Messungen variieren. Getestet wurde mit „speedtest.t-online.de“ und anderen frei erhältlichen Programmen.

Die Möglichkeit, sich durch eine Dachantenne mehr Datentransfer zu verschaffen, wird schwierig. Denn Innerhalb der LTE-Funkzelle existiert eine Priorisierung der Bandbreite, die dafür sorgt, dass zuerst Kunden mit Sprachnachrichten und dann Kunden mit Volumentarifen („via Funk“ oder Handy’s) bedient werden. Hybrid-Kunden erhalten nur den Teil der Bandbreite, den andere Klassen nicht verwenden. Zusätzlich garantieren die AGB’s der Telekom keine Bandbreite, da LTE ein „Geteiltes Medium“ ist. LTE wird erst dann zum DSL-Signal zugeschaltet, wenn dessen Auslastung mehr als 8o% beträgt. Entscheidend für den Hybrid-Zugewinn ist, dass man eine Funkzelle erreicht, die nicht ausgelastet ist. Es kann aber passieren, dass eine kaum ausgelastete Funkzelle von der Telekom abgeschaltet wird.
Anwender der weitverbreiteten Fritz!box haben bei der Verwendung von Telekom-Hybrid ein großes Problem.  Das „LTE/DSL“ Signal kann nur der Telekom-Hybrid Router liefern. Die Einrichtung der Fritz!box und der dort ggf. angeschlossenen Telefone muss geändert werden. Eine gute, aber nicht einfache, Anleitung gibt’s im Internet.

Fazit: Telekom-Hybrid ist ein kleiner Fortschritt mit zusätzlichen monatlichen 9,95 € Mietkosten.

Eine versprochene Übertragungsrate von „bis zu XXX Mbit/s“ ist eigentlich nichts wert, wenn nicht sicher ist, dass die beworbene Leistung jederzeit realisiert werden kann. Dies gilt für alle Internet-Provider. Es besteht Hoffnung, dass der Gesetzgeber die Internet-Anbieter in dieser Legislaturperiode dazu verpflichten wird, nur mit festen und verbindlichen Transferraten Werbung zu betreiben.

Ende Oktober 2017 haben die Gemeinden Borsdorf, Brandis und Naunhof beschlossen, den Breiband-Ausbau gemeinsam voranzutreiben: „Der Borsdorfer Gemeinderat beschloss am einstimmig eine Absichtserklärung, die gleichlautend auch den anderen Parlamenten vorliegt. Die vier Kommunen wollen demnach eine „erhebliche Verbesserung der Versorgungssituation der Haushalte und Gewerbetreibenden“, also „mindestens 100 Mbit/s im Downstream für alle Anschlüsse“. Ausbauprojekte und Fördermodelle sollen abgestimmt, die Gründung einer Betreibergesellschaft oder eines Zweckverbandes, der Netzausbau und -betrieb sowie das Dienstangebot umsetzt, geprüft und Förderanträge gemeinsam eingereicht werden.“ Quelle:
http://www.lvz.de/Region/Wurzen/Borsdorf-sucht-bei-Breitbandausbau-Schulterschluss

Wir sind gespannt, ob dieser Absicht in absehbarer Zeit auch Taten folgen. Dass die Telekom gerade jetzt eine „Bonus“-Werbung bzgl. Hybrid startet, lässt vermuten, dass dies eine Reaktion auf den Versuch der Gemeinden ist, den Breitband-Ausbau selbst in die Hand zu nehmen.

Nach dem Sturm ist vor dem Sturm (update)

Wer geglaubt hat, mit „Herwart“ sei die winterliche Sturmsaison 2017-2018 erledigt,  hat sich geirrt, denn  Sturm „Friederike“ übertraft an Kraft und Ausdauer alle bisherigen Stürme.  Zum ersten Mal hatten wir Angst um das Haus. Während bei uns die Laubbäume nur einzelne große Äste  und alles Totholz verloren, wurden  bei den Nachbarn 2  große Tannen und eine mächtige Kiefer entwurzelt. Am nächsten Tag waren von morgens bis abends die Motorsägen zu hören. Interessant ist jetzt, wer für die beim Nachbarn entstandenen Schäden haftet.  Die Rechtsprechung ist in solchen Fällen meist der Meinung,  dass  der Grundstückseigentümer haftet. Er ist Verkehrssicherungspflichtiger und damit für den Gefahrenherd „Baum“ verantwortlich.

Sturmtief Herwart war ein starker Herbststurm mit Orkanböen, der am 29. Oktober 2017 über Dänemark, Nord- und Ostdeutschland, Polen und die Tschechische Republik sowie Teile Österreichs hinweg zog. Er verursachte sowohl an Nordsee- als auch Ostseeküste eine Sturmflut und Stranderosion, und führte verbreitet zu Sturmschäden, Verkehrsbehinderungen und Stromausfällen. Mindestens neun Menschen wurden durch die Auswirkungen des Sturms getötet. Er gilt als zweiter schwerer Herbststurm des Jahres in Mitteleuropa nach dem Sturmtief Xavier (4.−6. Oktober).

MODIS-Terra-Satellitenbild Europas vom 29. Oktober 2017 mit dem abziehenden Zentrum von Herwart über Weißrussland

Auch auf unserem Grundstück hat Herwart heftig gewütet und zwei große 40 Jahre alte Tannen gefällt. Glücklicherweise wurde niemand verletzt. Die Laubbäume haben dem Sturm standgehalten, nur die große Rotbuche hat sich geringfügig geneigt. Von allen Bäumen wurde eine Menge Totholz abgerissen, so dass es nicht geraten war,  in den Garten zu gehen. Das Haus wurde nicht beschädigt, aber es gab deutliche Klappergeräusche im Dach. Der Druck von einigen heftigen Böen war im Haus deutlich zu spüren. Da macht man sich schon Sorgen.  Die Sat-Schüssel auf dem Dach wurde vom Sturm geringfügig gedreht, mit der Folge, dass alle HD-Sender nicht mehr empfangen werden konnten. „Normale“ Programme benötigen weniger Feldstärke als HD-Sender (85%) und müssen nicht exakt auf den Astra-Satelliten ausgerichtet sein.

Herbst in Borsdorf bedeutet wochenlanges Laub harken und mit dem Bollerwagen zum geschützten Kompostierplatz zu fahren. Etwa 8-10 Tonnen nasses Laub müssen eingesammelt werden. Dank Herwart mussten zusätzlich 2 Bäume zersägt und deren Wurzel ausgegraben werden. Eine weitere Tanne wurde wegen mangelnder Standfestigkeit gefällt. Auch diese Wurzel muss noch ausgegraben werden.

Wo sind die Vögel geblieben?

Ab 16 Uhr kann man seit Wochen nur noch mit langen Hosen und Ärmeln im Garten herumlaufen, denn Mücken sind in Mengen in der Luft und stürzen sich auf alles was 2 oder 4 Beine hat.  Abends bei Kerzenschein draußen zu sitzen ist nicht möglich. Was ist passiert? Hat der Frost im Frühjahr die Vogelbrut weitgehend getötet, oder sind durch übermäßige Verwendung von Pestiziden  in der Landwirtschaft Vögel einfach verhungert.
Haben es Fleischbarone à la Tönnies  mit der Ausbringen von Millionen Tonnen Gülle durch Subunternehmer endlich geschafft, Boden und Trinkwasser zu vergiften?  Warum bezahlt die Bundesregierung  die von der EU-Kommission verhängten Strafgelder?
Warum wurde die gesetzliche Verkettung der zulässigen Anzahl von Schweinen mit der Ackerfläche eines Betriebes in Deutschland abgeschafft, so dass alle anderen Bauern, die  EU-Regeln bzgl. Schweinefleisch einhalten, nicht mehr konkurrenzfähig sind?

Die Rosskastanienminimiermotte  ist jetzt auch in Sachsen angekommen und sorgt dafür, dass die riesige „Gewöhnliche Rosskastanie“ ab Mitte Juli ihre Blätter verliert. Sie breitet sich mit einer Geschwindigkeit von etwa 40 bis 100 km pro Jahr über Europa aus und hat kaum natürliche Fressfeinde. Bei uns ist jetzt schon Mitten im Sommer Herbst und wir müssen das Laub von 8 Hundertzwanzig Jahre alten Bäumen kehren. Die „Rotblühende Kastanie“ ist für die Larven der Miniermotte nicht anfällig und soll als Ersatz gepflanzt werden. Sie ist mit maximal 20 Meter Höhe kleiner als die Rosskastanie. Wenn es ein paar Bäume weniger gäbe wären wir nicht traurig.

Die Bäume sterben nicht sofort, aber da sie durch die abgestorbenen Blätter nicht genug Nährstoffe bekommen, ist ihr Ende absehbar.
Ein Feind der Miniermotte ist die Blaumeise, aber es gibt sie kaum.

Etwa 400 Meter außerhalb von Borsdorf wurde ein Asylantenheim mit 120 Plätzen gebaut. Der Anteil der Gemeinde an den Kosten beträgt ca.€ 300.000. Die untergebrachten jungen Männer sorgten in diesem Jahr für Abwechslung. Zuerst gab es eine Bombendrohung in einem nahegelelegen Ausbildungsszentrum. Schulen und Kindergärten wurden geschlossen und die Bahnlinie Leipzig-Dresden für Stunden gesperrt. Ein Polizeihubschrauber kreiste stundenlag über dem „Tatort“,  doch die angerückten 200 Polizisten konnten nichts finden. Einen Monat später gab es einen weiteren nächtlichen Großeinsatz (SEK). Der wahrscheinliche gleiche Täter hat versucht, weitere Bewohner für einen Bombenanschlag auf die Russische Botschaft in Berlin zu gewinnen, doch das geplante Attentat wurde verraten. Da fast alle Asylbewerber aus Maghreb-Staaten ihre Ausweispapiere „verlieren“, hat es über einen Monat gedauert bis Tunesien neue Papiere geliefert hat und der „Bombenleger“ ausgeflogen werden konnte.
Die freiwillige Feuerwehr ist ziemlich sauer auf die Herren Asylanten, musste sie doch bereits acht Mal in diesem Jahr (lt. Gemeinde Nachrichten)  in der Nacht ausrücken, um einen „Feueralarm“ zu beseitigen. Jedes Mal wurde in der Küche „vergessen“,  den Herd auszuschalten. Da in Borsdorf ein Feueralarm mit Sirenen ausgelöst wird, wurden viele Bewohner geweckt.

Entfernt  den Juckreiz der Mückenstiche durch beißende Hitze.
Katze Lilly hat jetzt beschlossen den Namen „Mule“ anzunehmen und läßt sich – bei Hunger – herbeipfeiffen.
Aufgearbeitete Eingangstür der Staegemann-Villa.
Herbstlicher Pflanzstreifen
Neuer Sitzplatz
Bambus Anpflanzungen
Kentia-Palme im Neubau mit neuem Topf.
Eingangstor der Staegemann Villa ist jetzt zweifarbig.

Erdbeben und andere Kleinigkeiten

Gerade hat mich Microsoft mit einem Windows 10 Update beglückt („Redstone 2“, Version 1703).  Sie haben mich vorher höflich gebeten, meine Datenschutz-Einstellungen zu prüfen und darauf aufmerksam gemacht, dass Windows  10 für jeden Benutzer eine eindeutige Werbe-ID generiert und diese für Werbezwecke verwendet werden kann. Dies könne aber in den Einstellungen des Datenschutzes deaktiviert werden. Da WordPress ebenfalls ein Update durchgeführt hat probiere ich hiermit, wie ein neuer Beitrag gelingt.

Das Haus hat sich mittlerweile um 1-2 mm gesetzt und 1/3 der gefliesten Sockelleisten haben sich von den Wand gelöst, weil der Fliesenleger sie bereits mit den Bodenfliesen verklebt hat. Das lässt sich nicht vermeiden, es sei denn, man klebt die Sockelfliesen erst nach dem Setzen das Hauses . Viel wichtiger ist,  dass es an unseren Wänden keine Risse gibt, denn irgendein Vollpfosten hat die Ablage von  über 100 LKW-Ladungen Bodenaushub (je 37 m³) auf dem  Borsdorfer Güterbahnhof genehmigt. Diese werden nun nach und nach an unserem Haus vorbei abgefahren. Beladen wiegt so ein Fahrzeug über 32 Tonnen.

Die Wolf CSZ-2 Gastherme wurde Anfang Dezember 2015 in Betrieb genommen und hat 2016 anstandslos und mit niedrigem Verbrauch gearbeitet. Obwohl eine Wartung lt. Wolf-Service jährlich zu erfolgen hat, ist unser HvH -Vertragspartner trotz mehrerer Aufforderungen nicht erschienen. Wir haben uns über merkwürdige  Geräusche im Haus gewundert, die wir aber nicht lokalisieren konnten. Zufällig fanden wir heraus, dass es sich um Verpuffungen (kleine Explosionen)  in der Therme handelte. Bei der Wartung  – nach 15 Monaten – wurde sichtbar, dass der Behälter, der die festen Verbrennungsrückstände aufnimmt, übervoll war. Auf Anweisung des Herstellers wurde bei der Wartung auch der Brennerkopf gewechselt. Auf jeden Fall werden wir uns in Bezug auf eine  Wartung nicht mehr hinhalten lassen. Nach der Wartung stellte sich heraus,  das der fürs das Arbeitszimmer zuständige  Stellmotor nicht vom zugehörigen Thermostaten gesteuert wird. Als Notlösung lasse ich den Stellmotor über den Thermostaten des Wohnzimmers steuern. Aufgepasst,  Stellmotore werden mit 220 Volt betrieben! Eine richtige Temperatursteuerung der Fußbodenheizung soll dazu führen, dass alle benutzten Räume maximal eine Bodentemperatur von 22° haben. Der Boden fühlt sich natürlich etwas kalt an, aber die aufsteigende Wärme sorgt dafür, dass die gefühlte Raumtemperatur mindestens 1° höher eingeschätzt wird.

Ein leichtes Erdbeben hat in der Nacht zum 29.4.2017 die Region um Leipzig erschüttert. Das Beben um 2.56 Uhr hatte eine Stärke von 3,0 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag etwa zehn Kilometer westlich von Leipzig . Es befand sich in elf Kilometern Tiefe. Es war mein erstes erlebtes Erdbeben und ich bin beeindruckt.  Nach einem kurzen dumpfen Grollen erfolgte ein kurzer, relativ heftiger Stoß. Im Haus schepperte es deutlich, aber Beschädigungen waren später nicht zu erkennen. .

Im Juli 2017 haben wir uns endlich die Mühe gemacht, die nicht von  HvH  erbrachten Leistungen  zu addieren. Aus 77 Rechnungen ergeben sich Kosten von  € 102.000. Die gesamten Baukosten – ohne Grundstück – betragen € 288.045.
Die folgenden Bilder zeigen einige Aktivitäten der letzten 3 Monate.

Sozialisten und Könige

Nahe unserem Haus und in 5 Minuten zu Fuß zu erreichen, liegt direkt an  einer Brücke  über das Flüsschen Parthe , das „Bebel-Liebknecht-Haus“. Aufgrund des  Sozialistengesetzes wohnten dort von 1881 bis 1890 die SPD-Führer August Bebel und Wilhelm Liebknecht in der Leipziger Str. 1. Dazu August Bebel im Jahr 1900: „Liebknecht bekam in einem anderen Hause ein einfenstriges Zimmer, in dem er zeitweilig mit seiner Familie bis zum Herbst des nächsten Jahres hauste, wo ich in Borsdorf Quartier machte und nun ein Haus entdeckte, in dem wir beide auskömmliche, wenn auch ärmlich ausgestattete Räume mieten konnte“.
Dort hat Liebknecht bis zu seiner Übersiedlung nach Berlin, September 1890, gewohnt. Trotz der Unzulänglichkeiten soll für die Liebknecht-Kinder die Zeit in Borsdorf mit den „schönsten Kindheitserinnerungen“ verbunden gewesen sein; hier machte sie ihr Vater mit der deutschen und der Weltliteratur ebenso vertraut wie mit Natur, Flora und Fauna. Dazu Natalie Liebknecht: „Park und Wald, beides unserer Wohnung gegenüber, gehört sozusagen uns, denn außer an Sonntagen verliert sich selten jemand bis dahin, und so sind wir darin unser eigner Herr. Wir lesen, schreiben und arbeiten, die Kinder spielen, niemand stört uns“.
Zugleich entwickelte sich der Bebel und Liebknecht politisch aufgezwungene Dorfwohnsitz zum Zentrum illegaler sozialdemokratischer Parteiarbeit. August Bebel berichtete, dass jeden Sonn- und Feiertag Sozialdemokraten aus Leipzig nach Borsdorf kamen, um Liebknecht und ihn zu treffen: „Oft hielten wir unter freiem Himmel geheime Versammlungen ab, wobei es galt, durch Aufstellung von Posten die herumstreifende Polizei uns vom Hals zu halten“. Jahrzehnte danach weihte die SPD mit einem großen Fest am 30. März 1930 – einen Tag nach dem Geburtstag von  Wilhelm Liebknecht (* 1826) – die Gedenktafel für Bebel und Liebknecht am Haus in Borsdorf ein. Am Aufmarsch nahmen laut Polizeiangaben mindestens 6.000 Sozialdemokraten und Reichsbannerleute teil (die Leipziger Volkszeitung nannte am 31. März 1930 gar 10.000 Teilnehmer).  In der Nazizeit wurde die Tafel versteckt und am 1. Mai 1946 wieder am Hausgiebel angebracht, wo sie sich bis heute befindet.  (Quelle: Wikipedia)

Bebel-Liebknecht-Haus
Erinnerungstafel am Bebel-Liebknecht-Haus
Parthe

Anders als bei Friedrich Wilhelm Voigt, der nur zum „Hauptmann von Köpenick“ wurde, weil er von keiner  Gemeinde einen Pass bekam und überall ausgewiesen wurde,  haben es die sächsischen Behörden nicht gewagt,  Bebel und Liebknecht mit einem polizeilichen Aufenthaltsverbot für das direkt an Leipzig grenzende Borsdorf zu belegen und sie  in abgelegenes Gebiet zu vertreiben.


Eingangstor

Am Montag, den 20. Mai 1895 besuchte König Albert von Sachsen und König Ferdinand von Bulgarien  das auf unserem Grundstück einige Jahre zuvor erbaute Staegemann-Haus.   Max Staegemann war von 1882 bis zu seinem Tod 1905 Intendant  der  drei  Leipziger Bühnen und einer der führenden Bühnenleiter Deutschlands. Der Hofzug hielt außerhalb des Bahnhofes vor dem Grundstückseingang, dessen Orginaltor noch erhalten ist. Ein ausgerollter Teppich führte vom Bahnkörper zum Eingang. Im Erdgeschoss befindet sich eine nach dem damaligen Geschmack getäfelte „Bauernstube“, die als Trink-  und Rauchstube verwendet wurde. Die hohen Herrschaften scheinen sich dort aufgehalten zu haben, denn das Besuchsdatum ist als  Inschrift über einer Eingangstür  erhalten geblieben. Staegemann hat auf seinem Grundstück kleine  Konzertveranstaltungen und Theateraufführungen durchgeführt. Als Kulisse lies er sich inmitten eines kleinen Waldes eine Gartenlandschaft mit künstlichem Teich, Springbrunnen und Wasserfall bauen.  Diese „Landschaft“ ist noch heute erhalten, nur die „Wasserspiele“ funktionieren nicht mehr. Die am Haus angebrachte  hölzerne Bühne ist bei  einem Bombenangriff zerstört worden. Staegemanns Enkelin berichtete, dass  Staegemann mit Nikisch, Mahler, Wagner, Brahms und Bruckner befreundet war.  Der in Leipzig wohnende Max Reger  ist oft bei Staegemann zu Gast gewesen.

Steagemann-Haus (1895), Postkarte mit Namensfehler
Staegemann-Haus, Strassenansicht (1920)
Staegemann-Haus, Gartenansicht  (2016)
Max Staegemann  (*10. Mai 1843 in Freienwalde; † 29. Januar 1905 in Leipzig)

Ein Jahr im neuen Haus – Zeit zum Lesen und Schrauben

Die weiße Pracht lag wochenlang 20 cm hoch und  nachts  herrschte strenger Frost. An  einigen Tagen hat es so stark geschneit,  dass  300 m Gehweg mit der Kehrmaschine mehrfach geräumt werden mussten.  Die Poolabdeckung bog sich gefährlich durch und musste  ein paarmal vom Schnee befreit werden.  Wenn tagsüber die Sonne schien und es taute, donnerten  ab Mittag Schneelawinen vom Dach. Kurz und gut, es ist Winter und da bleibt man meist gerne im Haus. Die Bauherrin arbeitet  noch nicht gelesenen Bücher ab, während ich mich meist mit  Musik  oder Technik beschäftige.

Nach einem Jahr meldete die Funkzentrale der „Friedland“ Alarmanlage durch rotes Blinken „Low Battery“, ohne zu verraten von welchem Sensor die Meldung kommt. Das Handbuch will, dass alle Batterien nach einem Jahr zu ersetzen sind.  Dazu muss die Alarmanlage mehrfach in den Servicemodus gesetzt werden, damit beim Tauschen der Batterien nicht der Sabotage-Alarm anspringt. Da der  Servicemodus nach 10 Minuten automatisch beendet wird und die Sirene droht, kam Stress auf. Nach 2 Stunden waren 11 Sensoren mit neuen Batterien versorgt. Beim Testalarm blieb die Außensirene stumm. Erst nach Stunden kam ich auf die Idee, die Sirene das Setup neu lernen zu lassen; jetzt gibt’s auch draußen Krach.  Beim Messen der Rest-Spannung der Batterien stellte sich heraus, dass nur die 9 Volt Blöcke hätten getauscht werden müssen. Die Knopfzellen hatte alle noch 3 Volt. Die Wahl einer drahtlosen Alarmanlage ( € 1.200) bei einem Neubau betrachten wir jetzt als Fehler. Der Elektriker hätte vor dem Innenputz die Leitungen für eine Stromversorgung bequem schlitzen können.

Ein verlassen im Regal stehender ThinkPad  aus dem Jahre 2011 tat mir leid und wurde wieder zum Leben erweckt. Nach dem Löschen der Festplatte und  der Installation einer liegengebliebenen Windows 8 Lizenz, dem anschließenden Upgrade auf Windows 8.1 und dem jetzt möglichen Upgrade auf Windows 10, ist wieder ein flotter Rechner  entstanden. Das kostenfreie  Win10 Upgrade  wurde im August  2016 beendet, doch  Microsoft  hat für „behinderte“ Menschen ein Schlupfloch offen gelassen. Googeln hilft hier weiter. Der ThinkPad bekam noch einen neuen Akku und wurde dann verkauft.

Drei   einwandfreie Festplatten  wollen  einen neuen Besitzer finden. Bei Bedarf bitte melden.

Obwohl der Hersteller eine Lebensdauer von 11 Jahren angibt, hat mein  Coolermaster Tower  ein neues „bequiet!“-  Netzteil bekommen. Nach fast 10 Jahren  möchte ich nicht  von einem Ausfall überrascht werden.

Da die Telekom in Borsdorf nur DSL16 (Download bis zu 16 Mbit/s, Upload bis zu 2 Mbit/s) anbietet und die Gemeinde auch nicht mit den „Platzhirschen“  (Telekom und Vodafone) über einen Ausbau verhandelt, haben wir für € 9  im Monat  einen „Speedport Hybrid“ von der Telekom gemietet. Diese Version des Speedports verbindet sich bei Bedarf mit dem nächsten LTE Mast und soll die Downloadrate auf bis zu 50 Mbit/s erhöhen. Da ein Speedport  bei Weitem nicht den Komfort  einer Fritzbox bietet, soll  er nur  DSL, LTE und Telefonie  an die Fritzbox  liefern, der DSL-Import  durch die Fritzbox ist abgestellt.  Im Netz gibt es hierzu mehrere Anleitungen, die mir aber als zu kompliziert und unzuverlässig erscheinen.   Damit die Fritzbox  dauerhaft konfiguriert werden kann, muss ihre Adresse  manuell vergeben  werden  und darf nicht via DHCP vom Speedport geholt werden. Unsere beiden  VoIP-Telefone  „FRITZ!Fon C5“ haben wochenlang in beiden Richtungen funktioniert. Jetzt wachen sie bei einem Anruf aus dem „Stand by“ nicht auf. Wer hat eine dauerhafte Lösung?

Gelobt sei der Sonntag, die Bauherrin ist in Berlin und Katze Lilly  stromert draußen herum. Endlich Zeit eine Lösung zu suchen. Auf der Seite   Fritzbox am Speedport-Hybrid  habe ich eine  gut dokumentierte Lösung gefunden.  Wer sich bereits mit dem Setup von Speedport und Fritzbox beschäftigt hat, wird erfolgreich sein.   Wäre keine Lösung verfügbar,  hätten wir  das  Telekom  „Speedphone 50“  am Speedport betreiben  müssen, und dieses kann mit  dem „Fritz!Fon C5“ nicht mithalten. Die Beurteilungen bei Amazon und Co. sind hier sehr deutlich.

 Der Anschluss von ISDN Geräten gelingt mit dem  Speedport ISDN Adapter. Damit der Adapter wirksam wird, muss man sich im „Telekom Kundencenter“ einloggen und den Adapter anmelden.  Den Adapter verbindet man mit dem S0 Eingang der Fritzbox. Diese dient  dann als TK-Anlage.

Gegenwärtig steht der Speedport mit fliegender Verdrahtung zum Testen im Maschinenraum,  ausgerichtet auf einen ausgelasteten Sendemast in 3 Km Entfernung und wartet, dass der Antennenbauer erscheint. Die bisherigen Testergebnisse zeigen, dass ohne Funk-Antenne auf dem Dach die 50 Mbit/s nicht zu erreichen sind. Der Download hat sich um 10-20 % verbessert, der Upload ist um das 5-6 fache größer. Der von der Telekom vorgeschlagene LTE-Mast liegt in entgegengesetzter Richtung an der Autobahn nach Dresden. Hier geht noch etwas, aber nur mit einem professionellen Antennenbauer. Wir bleiben dran.

(Fortsetzung  01.04.2017)
Nach dem Termin mit dem  Antennenbauer und weiterer Beschäftigung mit dem Thema „Hybrid“, kann man die 50 Mbis/s „vergesssen“. Es existiert eine Priorisierung der Bandbreite,  die dafür sorgt, dass zuerst „VoLTE „- Kunden   (Voice over LTE)  und dann Kunden mit  Volumentarifen („via Funk“ oder Handy’s),  bedient werden.  Hybrid-Kunden erhalten  nur  den Teil der Bandbreite, den  anderen Klassen nicht verwenden. Zusätzlich garantieren die AGB’s der Telekom keine Bandbreite,  da LTE  ein „Shared Medium“ ist.  LTE  wird zum DSL-Signal zugeschaltet, wenn dessen  Auslastung mehr als  8o%  beträgt.  Umgekehrt kann es bei ausgelasteten DSLAM’s  (DSL-Zugangsmultiplexer)  dazu kommen,  dass  die kalkulierten 80% Auslastung der  synchronisierten  Signale nicht zustande kommt und LTE nicht  zugeschaltet wird.  Dann  kann es  sogar sein, dass die  maximale DSL-Transferrate nicht erreicht wird. Entscheidend für den LTE-Zugewinn ist, dass man eine LTE-Zelle erreicht,  die nicht ausgelastet ist und man die Kosten für eine Dachantenne nicht scheut. Es kann aber jederzeit passieren, dass eine nicht ausgelastete Zelle von der Telekom abgeschaltet wird.

2016 – Lost and Found

Seit fast 11 Monaten wohnen wir jetzt im Haus und es ist schön, dass soviel geschafft wurde.  Über 500  m² rund ums Haus herum sind bepflanzt oder mit Rasen versehen.  Der Pool wurde saniert und das Grundstück von Baum-Wildwuchs und Gestrüpp befreit, so dass der ursprüngliche Parkcharakter langsam wieder sichtbar wird.  Aber es war auch hart und manchmal sind wir an unsere Grenzen gekommen.  Hier kommen noch ein paar unsortierte Fotos aus 2016.

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Kater Emmi hat sich der Völlerei hingegeben und kommt nur noch zum Fressen. Glücklicherweise haben wir eine Nachfolgerin: Lilly, eine reizende, junge Katze.
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Lilly ist eine vielseitig interessierte Katze. Beim Fernsehen mag sie besonders fliegende Vögel.
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Am Gürtel hängt die Einhandmotorsäge, Mit einer Hand wird geklettert, mit der anderen Hand das Seil angebracht und von unten in die Fallrichtung gezogen. Man kann Mario W. beim Fällen kaum zuschauen. Und alles bei -5° Celsius.
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Hier geht es wesentlich leichter.

 

 

 

 

Herbst und Hohe Zeit

Endlich ist heute der erste kleine Nordwest-Sturm in Sachsen angekommen, sodass die Bäume ihre Blätter in Massen verlieren und ein Ende des täglichen Laubharkens in Sicht ist. Wir sind verpflichtet 300 m Trottoir zu räumen und das Laub der dort stehenden 10 Kastanien und 2 Linden an die Baumstämme zu harken. Vom Bauhof wird das Laub dann aufgesaugt und abgefahren. Merkwürdigerweise sind in diesem Jahr auch extrem viele Kastanien entstanden. Auf dem Grundstück fällt das Laub  von 20 Bäumen an. Dieses wird zusammengeharkt, kompostiert oder unter Nadelbäumen abgelegt. Die nächsten Wochen werden wir mit Laub harken beschäftigt sein.
Da einige Robinien nicht mehr standfest waren wurden diese gefällt. Ein mächtiger Ahorn und ein großer Walnussbaum standen schief und drohten auf ein Haus zu fallen. Beide wurden gekürzt. Für die nicht ungefährliche Baumpflege, Schreddern der Äste und Fräsen der Baumstümpfe wird ein mehrfach vierstelliger Betrag fällig.
Nach der Erzeugung hunderter Hügel hat es den Maulwurf endlich erwischt und die Regenwürmer können den Boden wieder ungestört auflockern. Wir sind nicht traurig.
In den nächsten Tagen wird es den ersten Frost geben und die Dahlien müssen ausgegraben und in einen frostfreien Raum gebracht werden. Ebenso Agaven, Palmen und Oleander. Aus dem Pool wurden 8.000 l Wasser abgepumpt, so dass  Skimmer und Wasser Öffnungen trocken liegen. In der Filterbox ist aus Sandfilter und Wasserpumpe das Wasser abgelassen. Der Garten-Wasserhahn am Haus ist zwar frostsicher, der außen an Hahn befestigte Garten-Wasserzähler aber nicht und wird daher demontiert. Bei  Sonnenschein und einer Außentemperatur von 10° liefern die Solarkollektoren  26° warmes Wasser an die Wolf-Therme . Bei einer Außentemperatur von 3° und Sonnenschein beträgt die Kollektortemperatur immer noch erstaunliche 21°. Ohne Sonne geht natürlich nichts.

Am 15.10.2016 haben Anni und unser Rob in Lychen/ Brandenburg geheiratet. Es gab ein Riesenfest mit 130 Gästen und mehreren Bands.

Trauung
Gästebaum

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Geschenk einiger Gäste: Auftritt von Romano (Köpenick) nach Mitternacht im Saalbau. Milky Chance amüsieren sich auch.
Sarah Hartman
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Retro Stefson
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Me and my Drummer
Gruppenbild mit Ballon

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Ein halbes Jahr im neuen Haus

Nach langer  Pause melden wir uns mal wieder. Da wir gegenwärtig keine  Probleme mit dem Haus haben und alles funktioniert, können wir  nichts Negatives berichten. Wir freuen uns , dass es  keine Setzungsrisse gibt und die Haustechnik ohne  Störungen läuft. Mittlerweile überstand das Haus  Sturm und heftige Regenfälle unbeschadet. Der „Blower Door Test“ wurde  mit  n50 = 0,98 1/h  bestanden, zulässig sind 3,0. Seit Mai 2016 haben wir nur ca 100 m³ Gas verbraucht haben und hatten trotzdem jederzeit warmes Wasser. Es ist schon erstaunlich, welchen Wirkungsgrad die beiden Kollektoren auf dem Dach haben.

Die einzige Plage, die uns seit Wochen heimsucht sind Wühlmäuse und ein Maulwurf. Der Versuch, die ungebetenen Gäste mit Buttersäure vom Pool zu vertreiben, war leider nicht erfolgreich. Jeden Tag kommen 3 neue Erdhügel hinzu, die dann wieder beseitigt werden müssen. Der teure Rollrasen ist nur noch ein Flickenteppich.

Erfreulich entwickelt sich die „Landwirtschaft“ der Bauherrin, auch wenn sie etwas ungeordnet erscheint. Seit mehreren Monaten können wir Tomaten ernten, wobei die Cherry-Tomaten deutlich besser als die aus dem Handel schmecken. Bei anderen Sorten haben wir das nicht so festgestellt. Auf jeden Fall ist alles im Garten total „Bio“. Die Streuobst-Äpfel enthalten selbstverständlich Maden und die Bauherrin ist unermüdlich dabei „fleischlosen“ Apfelmuss herzustellen. Dieser ist heller und rötlicher, und schmeckt auch besser als die Handelsware. Pflaumen und Marillen sind wunderbarerweise nicht von Schädlingen befallen, dafür auch nur halb so groß und süßer, als die aus dem Supermarkt. Die Bauherrin hat mindestens 30 Gläser Marmelade hergestellt. Nächstes Jahr wird es auch Himbeeren geben. Dieses Jahr gibt es  dafür 5 Kürbisse.

Die ebenfalls auf dem Grundstück liegende  Staegemann  Villa macht auch einige Arbeit, besonders das Zurückschneiden der Sträucher und Hecken ist aufwendig.  Max Staegemann war um 1900 Generalintendant der Leipziger Bühnen und nutzte die Villa als Sommerresidenz und Open-Air Theater für ausgewählte Gäste. Der durch ihn angelegte steinerne „Theaterhügel“, von dem ein künstlicher Bach herunterfloß, ist noch heute zu sehen.  Die Bauherrin denkt darüber nach, die trockengefallene Bachlandschaft wieder zu fluten. Für eine  frei werdende Wohnung (104 m²) wird ein Nachmieter gesucht .

Eine Absenkung der Strasse hat dazu geführt, dass schwere LKW und Busse bei der Vorbeifahrt eine deutlich wahrnehmbare Erschütterung  im Haus verursachten. Wir haben die Gemeinde informiert und nach mehreren Wochen wurde das Problem behoben.
Die Pflege der neuen Rasenflächen ist während der  Hitzeperioden mit Temperaturen um 30°,  schon sehr zeitaufwendig. Damit das junge Gras überlebt, müssen die „gelben Flecken“ gezielt manuell bewässert werden,  um den  Grundwasserspiegel nicht allzu sehr  sinken zu lassen.  Die alten Gras-Wiesen   verbrennen zwar, überleben aber auch ohne  Bewässerung.

Blitzeinschlag und Astbruch

In Deutschland entstehen jährlich etwa 750.000 Blitze, bevorzugt in den Monaten Juni, Juli und August. Am 2.07.2016 gegen 18 Uhr ist  ganz nah ein Blitz eingeschlagen. Lichtbogen und ohrenbetäubender Krach waren eins, so dass ich sofort die Treppe hochlief,  um zu sehen, ob es brennt, denn im Blitzkanal entstehen Temperaturen von ca. 20.000 Grad. Glück gehabt, nur der Strom war im Haus ausgefallen. Dafür haben die beiden FI-Schalter im HAR gesorgt („Innerer Blitzschutz“). „F“ steht für „Fehler“ und „I“ ist das Formelzeichen der elektrischen Stromstärke. Diese Fehlerstrom-Schutzschalter  verhindern gefährlich hohe Fehlerströme  gegen Erde und tragen so zur Reduzierung lebensgefährlicher Stromunfälle in Niederspannungsnetzen bei.
Wie sich später herausstellte wurde ein Haus in 60 m Entfernung getroffen. Dank vorhandener Blitzableiter wurde hier  nur  der Fernseher  zerstört . Der Blitz verteilte sich aber über Freileitungen und Erdkabel in zwei weitere Häuser. Bei unserem Nachbarn Peter wurde nur die Telefonsteckdose verschmort, so dass DSL und Telefon und ausfielen. Die FritzBox hat aber standgehalten . Das 2. Haus stand näher am Einschlag und hier funktionieren  viele Geräte  nicht mehr. Trotz FI-Schalter mache ich bei Gewitter wichtige und teure Geräte stromlos, denn „Stecker ziehen“ ist immer sinnvoll. Blitzeinschläge erzeugen ein extrem starkes elektrisches und magnetisches Feld. Statt der üblichen 230 Volt Spannung können dann für kurze Zeit mehrere tausend Volt auf der Leitung liegen. Selbst Blitze, die in zwei Kilometern Entfernung einschlagen, können noch Überspannungsschäden verursachen.

Bei der vor dem Haus stehenden Kastanie war ein großer Ast lautstark abgebrochen, aber nicht auf den Boden gefallen. Also habe ich die Borsdorfer (freiwillige) Feuerwehr gerufen. Endlich war mal was los uns bei uns und viele Kinder sahen zum ersten Mal eine richtige Feuerwehr in Aktion. Zwei tüchtige Feuerwehrleute haben den Ast in 12 m Höhe gesichert, dann zersägt und einzeln heruntergelassen, so dass unser Zaun nicht beschädigt wurde.

Der Pool hat jetzt eine Abdeckung von der Schweizer Firma Bieri  bekommen. Die Plane wird mit einer Kurbel aufgerollt und kann mit einem Seil wieder abgerollt werden werden. Um den Eintrag von Sand zu verringern wurde Rollrasen um den Pool gelegt. Nach der Verlegung von 50 m Erdkabel hat die Filterbox jetzt einen Stromanschluss. Eine 1/2 Zoll Wasserleitung wurde parallel gelegt.

3 Monate im neuen Haus – Ameisen greifen an

Der Sommer ist da und durchflutet das Haus mit Licht. Die vielen Fenster lassen im Laufe des Tages Sonnenschein in jedem Raum und große Kastanien an der Strasse spenden angenehmen Schatten. Glastüren sorgen innen für Transparenz und erzeugen zusammen mit den großen Räumen eine angenehme, warme Atmosphäre.

Die Sanierung des Pools verläuft leider nicht so harmonisch. Die mit der Ausführung beauftragte Firma erscheint nur sporadisch und die Wiederherstellung dauert nun schon über einen Monat. Da der Pool mit ca 50.000 l Wasser gefüllt wird, haben wir einen Gartenwasser-zähler installiert und sparen so Abwassergebühren.

Die Haustechnik läuft ohne Probleme. Wir verbrauchen kaum Gas und haben dank der nach Westen ausgerichteten Sonnen-Kollektoren immer warmes bis heißes Wasser.  Beispiel eines heißen Tages und Werkseinstellung : Bei einer Außentemperatur von 27° und vereinzelt Wolken beträgt die Kollektortemperatur um 18 Uhr 107°, die Temperatur des Speichers (300 l)  68°  (Sollwert 45°). Nach dem ausgiebigen Duschen einer Person sinkt die Kollektor-temperatur auf 96° und die Speichertemperatur auf 65°. Kinder dürfen unter diesen Bedingungen nicht allein Duschen, denn es besteht Verbrühungsgefahr.  Bei Temperaturen um 22° und überwiegend wolkig liegt die Speichertemperatur in der Nähe des Sollwerts.

Die „Friedland“-Alarmanlage habe ich mittlerweile fast verstanden und daher die Außensirene scharf geschaltet. Einige Infrarot-Sensoren sind aber noch einer falschen Zone zugeordnet, so dass mit dem Handsender das ganze Haus scharf geschaltet werden muss.

Die meiste Zeit verbringen  wir mit der Verschönerung des Gartens. Damit die Wiederherstellung des Rasens  gelingt, haben wir aus den Komposthaufen  ca 10 t gesiebte Erde gewonnen und auf ca. 600 m² verteilt. Danach wurden 60 kg Grassamen aufgebracht. Der Rasen wächst in bestimmten Bereichen 2 cm am Tag und ich muss hier jeden 3 Tag den Rasen mähen.  Die Bauherrin –  eine wahre Gartenfee – hat einen 40 m langen Pflanzstreifen angelegt und freut sich jeden Tag, wenn alles wächst und gedeiht. Mittlerweile baut sie Tomaten, Erdbeeren, Bohnen und sogar Kartoffeln an.

Seit einer Woche sehen wir Ameisen in der Küche. Sie sind klein, unglaublich schnell und es werden immer mehr. Sie sind auf dem Küchentisch, an den Wänden und klettern sogar an der Terrassentür. Wir haben die Terrassentür in Verdacht, verbannen alle Lebensmittel in den Kühlschrank, putzen Zuckerreste weg und streuen Gift. Sinnlos, in jeder Nacht werden es mehr und es sind hunderte, die wir töten.   –   Nanu, viele flüchten nach oben und verschwinden in kaum sichtbaren winzigen Spalten an den Rolladenkästen: Die von HvH beauftragten Handwerker haben nach dem Einbau der Rolläden die vorhandenen Spalten nicht mit Silikon verschlossen, und das haben Sie an keinem Fenster im Haus gemacht. Um 1 Uhr in der Nacht haben wir an 3 Fenstern alle Spalten  mit Silikonkleber geschlossen, die Ameisen gekillt und dann die Küche entgiftet. In den nächsten beiden Nächten ward keine einzige Ameise in der Küche gesehen.

Der Pool ist nach 6 Wochen Bauzeit nun endlich mit Wasser gefüllt. Von diesen 6 Wochen waren 4,5 Wochen Wartezeit: Monteure hatten Zahnschmerzen,  Kinder litten tagelang unter Bauchschmerzen, oder das Material sei nicht geliefert worden. Sobald in der Wettervorhersage die Wörter „Regen“ oder „Schauer“ auftauchten,  wurde die Arbeit prinzipiell in die nächste Woche verschoben. Wenn ein Mitarbeiter morgens erschien, war es sehr wahrscheinlich,  dass er um 14 Uhr zu einem anderen Kunden musste.  Die Leipziger Firma Pool… G. hat sich offensichtlich übernommen und scheint bei vielen Kunden in Verzug zu sein. Die Anlage ist eigentlich funktionsfähig, aber es wurde vergessen, zwei Rohre in der Filterbox  zu verkleben und so strömt eine Menge Wasser direkt auf die elektrisch betriebene Pumpe. Filtrierung und Chlorierung des Wassers sind daher nicht möglich.

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Dolphin Revolution 1 bei der Arbeit

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Ihr Feedback liegt uns sehr am Herzen.

Nach der zweimaligen Bitte um ein Feedback zur Kundenzufriedenheit, haben wir den Wunsch von HvH endlich erfüllt. Da das Ergebnis sehr positiv ausgefallen ist, haben wir uns gewundert und zuerst vermutet, wir hätten schlimme Dinge vergessen oder wären besoffen vor Glück, dass es nun endlich geschafft ist. Nein, zurückschauend gesehen war Heinz von Heiden sicherlich keine falsche Entscheidung. Am Ende hat es terminlich und auch qualitativ gepasst. Besonders bemüht hat sich „unser“ Verkäufer Herr Raschewski, der viel dazu beigetragen hat, dass die reduzierte Festpreisgarantie von 7,5 Monaten eingehalten wurde.

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Auf nach Grimma

Angepasst an den Berliner Schlendrian  hatten wir es in Borsdorf nicht eilig uns anzumelden. Wir wurden eines Besseren belehrt:  Das Rathaus hat genügend Mitarbeiter,  also  herrscht hier Ordnung und Zuzügler haben sich sich umgehend anzumelden. Dahingehend belehrt war die Sache in 20 Minuten erledigt, in Berlin hätte dies mindestens 3 Stunden gedauert. Kommunikativ wie die Sachsen nun mal sind, wurde nach vorhandenen Autos gefragt und wir wurden informiert, dass die Ummeldung  für den Kreis Leipzig-Land in Grimma erfolgt. Wir könnten aber die Berliner Kennzeichen behalten, dies sei seit 2016 möglich. Ein paar Tage später fuhren wir also nach Grimma, nicht die A14,  sondern über Dörfer und kleine Städte, deren Namen meist mit „a“ oder „hain“ enden. Erfreulich ist, dass es auch Fahrradwege gibt.

Grimma wurde vom Hochwasser 2002 und 2013 schwer getroffen und wurde zweimal wieder aufgebaut. Obwohl die Mulde die Altstadt jederzeit wieder überfluten kann, ist die versprochene Schutzmauer  jetzt (2019)  endlich  fertiggestellt. Grimma besitzt eine wunderbar restaurierte  Altstadt, aber viele Geschäfte suchen neue Mieter. Die Altstadt ist unsicher und in der Folge haben 11 % der Bewohner dieses Gebiet verlassen.

Wenige Kilometer außerhalb von Grimma befindet sich das ehemalige  Zisterzienserinnenkloster Nimbschen (1291 – 1542). Obwohl nur noch Ruinen vorhanden sind, erfährt man durch Schautafeln viel über die Lebensverhältnisse der von ihren Familien entsorgten Frauen, besonders über Katharina von Bora. Uli Kulke dazu in der „Welt“:  Wie eine getürmte Nonne Martin Luther erzog.

 

Alcatraz

Hierzulande hat ein (neues) Haus auch einen Zaun um sich zu haben, um Neugierige und böse Nachbarn auf Distanz zu halten. In vielen Wohngebieten der USA sind Zäune nicht erlaubt. Ich vermute, dass die Anzahl der bewaffneten Hausbesitzer positiv mit diesem Verbot korreliert und das wollen wir bei uns natürlich nicht haben. Der zaunlose Zustand wurde von der Firma  Alcatraz  binnen eines Tages behoben. Der Zaun besteht aus schlichten grünen Stabmatten, was angesichts der Länge von 80 Metern nicht verwundert und ist 125 cm hoch. Hundebesitzer können die Beutel mit den Hinterlassen-schaften ihrer Lieblinge ggf. immer noch bequem auf unser Grundstück werfen. Die polnischen Mitarbeiter von Alcatraz haben den Zaun an einem Tag erstellt. Normalerweise betoniert man die Zaunpfähle an einem Tag  und  montiert die Zaunfelder am nächsten. Jetzt  sind  4  Pfosten locker und es muss nachgebessert werden.

Die Wunden schließen sich.

Heute wurden die Verlegung der Pflastersteine nach 6 Tagen beendet. Es war laut, sehr laut. Ständig lief irgendeine Maschine. Meistens wurden Pflastersteine zersägt oder passend gemacht. Zuerst wurde die Baustraße abgetragen, die für die Anlieferung der Garage nochmals durch Schotter verstärkt worden war, dann wurde die daneben liegenden  2. Baustraße abgebaggert,  auf der Betonfahrzeuge und der Kran standen. Für das Pflasterbett wurden große Mengen Kies und Splitt angefahren.  Splitt wird bei entsprechend stabilem Unterbau und starken Platten besonders für Autoeinfahrten und Stellplätze empfohlen. Splitt mit Feinanteilen (0-6 mm) bietet den Vorteil, dass er sich nicht nur durch seine raue Oberfläche gut miteinander verkantet, sondern auch in Verbindung mit Feuchtigkeit miteinander verklebt und hart wird wie eine wassergebundene Decke. Leider war das Wetter tagelang  regnerisch und kalt, so dass die beiden Pflasterer eine schwere Aufgabe hatten. Beim Verlegen zeigte sich, dass die Garage nicht ganz parallel zum Haus aufgestellt war. Es gelang aber durch geschicktes Vergrößern der Fugen 15 cm Differenz zu kaschieren.  Eine  Aufgabe der Pflasterer war auch die  Integration der beiden Kanalschächte, die erstaunlich gut mit Distanzringen und Mischung gelungen ist. Die Pflastersteine sind 8 cm stark und diese rund zu schneiden ist nicht einfach.

Am Wochenende wollten wir dem schmuddeligen Chaos entfliehen und der Bauherrin gelang es die letzten Karten im Gewandhaus zu ergattern. Von Borsdorf nach Leipzig benötigt man mit der S-Bahn 11 Minuten und geht dann weitere 10 Minuten. Bundespräsident Gauck und andere wichtige Menschen waren anwesend als  Anne-Sophie Mutter beim Gedenkkonzert für Kurt Masur das Violinkonzert e-Moll (op. 64) von Felix Mendelssohn Bartholdy spielte. Vorher gab es  Beethovens „Egmont“ Ouvertüre. Da konnte natürlich nichts schief gehen und der Saal tobte. Frau Mutter –  wie immer schulterfrei –  gab wie immer nur eine Zugabe. Die Bauherrin fand es toll, meinte aber,  Frau Mutter werde auch älter.

Heute wurden große Mengen von gesiebtem Mutterboden angefahren und mit einem kleinen Bagger geschickt verteilt, so dass die verletzte Erde kann wieder Früchte tragen kann. Auf den gepflasterten Flächen wurde dann feiner Sand verteilt, der in den nächsten Tagen mit dem Besen trocken in die Fugen geschlemmt werden muss.

Ach ja, es  ist uns aufgefallen, dass an 2 Stellen am Boden Tropfstellen entstanden sind. Es sieht so aus, als ob  Wasser vom Giebeldach nicht vollständig in die Dachrinne gelangt, weil Giebel-Pfannen zu lang sind. Durch den bisherigen Sandboden ist dies nicht aufgefallen.  Da müssen die Dachdecker aus Zwickau leider nochmal ran.

Und die Erde bewegt sich doch.

Damit das Haus nicht mehr von einer Wüstenei umgeben sei  und ich auch sonst nichts zu tun hätte, machte die Bauherrin den Vorschlag, ich solle die Mutterboden-Hügel mit unserer neuen Schubkarre rund ums Haus verteilen. Vorher müsse ich aber den  Bretterzaun an der Straße entfernen und die einbetonierten metallenen Zaunpfähle ausbuddeln, denn bald käme der Zaunbauer mit dem neuen Zaun. Ich entgegnete, die Sklaverei sei abgeschafft und ich würde mich bei den Nachbarn beschweren. Die Zaunpfähle waren feine Ost-Ware, für die Ewigkeit gebaut und zentnerschwer. Eine Weile übten wir uns in nonverbaler Kommunikation, bis glücklicherweise Herr W. vorbeikam. Er ist unsere Allzweckwaffe für alle Probleme rund ums Haus und die Bauherrin vertraut ihm. Er meinte, mit diesen Tätigkeiten sei ich bis in den Herbst ausgelastet. Da hatte die Bauherrin ein Einsehen und genehmigte die Anmietung eines Radladers mit einer 750 l Schaufel. Mit diesem Gerät gelangt es 8 Zaunpfähle mitsamt dem Betonfundament aus der Erde zu ziehen und direkt auf einen Anhänger zu laden. Für die Verteilung des Mutterbodens benötigte der Radlader weitere 5 Stunden.

Jetzt konnte die Bauherrin endlich die Lieferung vom Baldur-Pflanzenversand in die Erde bringen. Leider waren einige der bestellten „kräftigen“ Pflanzen gerade mal 1 cm groß. Damit Pflanzen und Rasen allzeit genug Wasser bekommen, wurde beschlossen einen Brunnen bohren zu lassen.
2 Tage später hatten wir einen, der Wasser mit Hilfe einer Gardena 5000/5 Pumpe aus 8 m Tiefe holt. Diese Tiefe ist für selbst ansaugende Pumpen das Maximum das physikalisch möglich ist. Obwohl das Rückschlagventil richtig eingebaut und das ganze System mit Wasser gefüllt war, wollte die Pumpe aber nicht fördern. Nach endlosem Probieren fanden wir die Lösung: Den ersten Meter des hinten an der Pumpe angeschlossenen Gartenschlauchs im Winkel von 90 Grad etwa 20 Sekunden über der Pumpe nach oben halten, bis das Wasser konstant aus dem Schlauch fliest. Wenn das System dicht ist, muss dies nur einmal geschehen.
Die HvH-Dachdecker aus Zwickau haben sich um die Fallrohre gekümmert und auch eine schöne Wasserklappe für die Regentonne eingebaut.
Da ich mittlerweile weiß,  wie an einem Haus mit 15 cm Dämmung Gegenstände bis 8 Kg pro Dübel  befestigt werden, besitzt das Haus jetzt eine Hausnummer, die Nachts sogar leuchtet. Die Fischer Dämmstoffdübel FID 50 und FID 90 helfen hier weiter. Zuerst ein Loch bohren (z .B. 6 mm, 5 cm tief), dann das Drahtgeflecht etwas beiseite drücken, so dass der Dübel sich in die Dämmung bohren kann. Am Ende die Ränder mit Silikon abdichten, anschließend kann angeschraubt werden.

Am 11.04.16  wurde begonnen die Einfahrt zu pflastern und die Terrasse herzustellen.

3 Wochen im neuen Haus

Das Klavier steht falsch, die Glasvitrine ebenfalls, vom zentnerschweren Schreibtisch gar nicht zu reden. Kein Problem, wenn nur die Fliesen die Korrektur aushalten. Einige alte Möbel haben durch den Umzug gelitten: Die Türen schließen nicht mehr und müssen vom Möbeltischler gerichtet werden. Die Laufwege im Haus sind nicht mehr fremd und die neue Ordnung der Alltagsgegenstände überlagert allmählich die Erinnerung an ihren früheren Platz. Fehlende oder falsch positionierte Lichtschalter und Steckdosen werden bemerkt. Einige kleine Gegenstände bleiben verschwunden und wir sind gespannt,  ob Sie wieder auftauchen.

Das defekte Toilettenbecken ist mittlerweile von Villeroy & Boch gewechselt worden. Die Dienste der Telekom funktionieren und das Internet ist trotz DSL16 akzeptabel, so dass sogar Konzerte der Berliner Philharmoniker  (Digital Concert Hall)  gesehen werden können. Die vielen Fenster des Hauses werden jetzt durch Gardinen bewacht. Das Anbringen der Gardinenstangen war eine zeitraubende Arbeit, weil immer die Gefahr besteht, Stromleitungen beim Bohren zu verletzen.

Das etwas gewagte Unterfangen, die Kommunikation im Haus vollständig digital durchzuführen, hat mehr Zeit in Anspruch genommen als geplant. Die in den Wohnräumen installierten 11 Datensteckdosen erlauben es wahlweise Digital-TV und/oder Internet und Telefon zu benutzen. Allein für den Anschluss der Kabel (8 Adern) aus den einzelnen Räumen an das Patch Panel im HAR habe ich einen Tag benötigt. Durch das von Kathrein verwendete HDMI-CEC Protokoll kann mit dem Ein/Ausschalten des TV-Receivers gleichzeitig das TV-Gerät geschaltet werden. Da die Fritz!Box ein starkes WLAN-Signal liefert, ist Fernsehen auf Tablets oder PCs möglich.

An zwei Fenstern (Nordseite- OG ) hängen Wassertropfen im Scheibenzwischenraum. Einschlägige Foren erklären dies durch eine Undichtigkeit im Produktionsprozess  bzw. durch eine spätere Beschädigung des Fenster.  Der Bauleiter ist eher gelassen: Aufgrund der hohen Baufeuchte im Haus und des daraus entstandenen sehr hohen Wasserdampfdruckes, kann es passieren, dass Wasser in die Scheibe eindringt. Da wir auf die Scheiben 5 Jahre Gewährleistung haben, sollen wir die Sache beobachten und uns ggf. noch einmal melden.
Nachtrag vom 03.05.16:  Der Bauleiter hat Recht behalten, die Wassertropfen sind verschwunden.

Leider haben wir Probleme mit den Fallrohren. Vorne wurde der Dichtungsring nicht montiert. Die Folge: Das Rohr hat keinen Halt und fällt nach unten. Hinten am Haus  ist das Rohr derartig korrodiert, dass Teile davon ausgewechselt werden müssen. Beide Fallrohre sind keine „Zierde des Hauses“ und machen – wohlwollend beschrieben – einen etwas minderwertigen Eindruck. Des weiteren sind die Befestigungen der Fallrohre nicht mit Silikon abgedichtet worden, so dass Feuchtigkeit in die Dämmung eindringen kann:
Unser Bauleiter hat am Mo 14.03.2016 innerhalb von 10 Minuten reagiert und mitgeteilt, dass sich der Dachdecker „kümmern“ werde. Bis zum 29.03.2016 hat sich Dachdecker Stephan Weidt aus Zwickau nicht „gekümmert“.

Gestern (18.03.2016) habe ich endlich für bessere Luft in der Küche gesorgt. Der AEROBOY ist ein schönes Gerät. Er gewinnt jeden Blowertest, denn im Ruhezustand verschließt er automatisch das Abluftloch in der Hauswand. Zusätzlich kann er programmiert werden.  Damit sein geheimes Wirken nicht übersehen wird, bestrahlt eine LED die Küchendecke mit grünem Blinken. Die Bauherrin ist eine Freundin von Gardinen und Vorhängen. Also hat das Office jetzt schöne Vorhänge. Als ich dann noch einen Gummibaum bekam, war mein Glück vollkommen.

Angekommen und Abschied vom Winter

Am 17. Februar begann der Umzug von „Berlin nach Borsdorf“. Die Spedition Hertling erschien mit Zugmaschine und Anhänger, denn 90 m³ waren zu transportieren. Da unsere Einfahrt breit genug ist, konnte  der LKW bis vor die Haustür fahren. Alle größeren Möbelstücke wurden von Hertling demontiert und später wieder zusammengebaut. Um 16 Uhr waren 60 große Umzugskartons und 20 Bücherkartons eingeladen.
Am nächsten Morgen (18. Februar) erfolgte ab 6 Uhr die Fahrt nach Borsdorf. Am Vortag hatte das Betonwerk Plötner eine große Stahlbetongarage an das Haus gestellt. Etwa die Hälfte der Kartons wurde erstmal in dieser Garage geparkt, so dass die Angelegenheit für uns und die 5 Mitarbeiter von Hertling relativ stressfrei verlief. Nichts wurde beschädigt und die Hertling-Mitarbeiter waren umgänglich. Diese Spedition kann man empfehlen.

Nichts zu empfehlen ist die Telekom. Vor 8 Monaten wurde der Telefonanschluss beim Ex-Monopolisten beantragt und wir haben immer noch kein Telefon. Der Hausanschluss ist seit 6 Wochen gelegt, aber erst  am 25. Februar will die Telekom-Technik Hannover den Anschluss ausmessen. Die Zeitverzögerung ist lt. Telekom dadurch begründet, dass der verkaufte Hybrid-Anschluss nicht realisiert werden kann. In unserer Gegend ist die Telekom LTE Kapazität vermutlich ausgeschöpft, so dass die versprochenen 50 Mbit/s download nicht geliefert werden können. Also ist dieser Beitrag mit einem UMTS-Stick von klarmobil.de entstanden.

Am 29. Februar wurde uns von der Telekom Hannover mitgeteilt, dass wir in 7 Tagen DSL16 bekommen könnten, wenn wir auf LTE verzichten. Nur zu, man wird genügsam.  Ein Konzern,  der  2015 mehr als  3 Milliarden Euro Gewinn erzielt hat und angeblich das beste Netz hat, schickt uns zurück in die DSL-Steinzeit, und das am Rand einer Großstadt mit mehr als 500.000 Einwohnern. Aber seit 4 Tagen  funktioniert  das Telefon.

Kater „Emmi“, der bereits mehrfach auf der Baustelle aufgetaucht ist, hat beschlossen uns endgültig lieb zu haben, besonders seit eine junge Zweit-Katze (Sissi) sich bei der Herrschaft eingeschleimt hat und den armen „Emmi“ regelmäßig verprügelt. Fast jeden Morgen erscheint er zum 2. Frühstück, um dann den Mittagsschlaf zu Füßen der Bauherrin auf den warmen Fliesen oder in meinem Sessel zu verbringen.

Am 18. Februar fanden wir eine Pfütze im OG-Bad. Das Toiletten-becken ist gesprungen und verliert bei Benutzung Wasser. Der Hersteller Villeroy & Boch ist in der Gewährleistung, rührt sich aber nicht.

Ärger mit Sixt-Autovermietung

Wie bereits berichtet haben wir für Fahrten  zwischen Berlin und Borsdorf zweimal ein Fahrzeug bei Sixt gemietet. Jetzt verlangt Sixt von uns ca € 500 für einen Reifenschaden, den wir nicht verursacht haben. Wir haben bei Sixt protestiert und warten  gegenwärtig auf eine Antwort.

Der Protest hat nichts genutzt. Sixt kommuniziert nur mit Textbausteinen, die auf konkrete Fehler in der Schadenersatzforderung überhaupt nicht eingehen.

Das Fahrzeug wurde am 12.01.16 um 7 Uhr bei Dunkelheit und Schneeregen für 2 Tage angemietet. Da die rechte Fahrzeugseite direkt neben einem vereisten Entwässerungsgraben stand und minimal von der Straßenbeleuchtung erhellt wurde, war es unmöglich den 4 cm langen Schnitt am Reifen zu sehen, zumal eine Betrachtung des Fahrzeugs wegen des Grabens nur aus 3 m Entfernung möglich war. Wir stellten den Schaden erst nach der Beladung des Fahrzeuges auf unserem Grundstück in der Feuersteiner Str. fest. Das Fahrzeug war zu diesem Zeitpunkt 6 KM gefahren. Wir meldeten den Schaden bei Sixt und ein Mitarbeiter von Sixt wechselte den Reifen mit meiner Hilfe innerhalb einer Stunde auf unserem Grundstück.

Sixt fordert jetzt:
Reparaturkosten gemäß „Kalkulation“:  327,72 EUR
Nutzungsausfall 1,0 Tag(e) je     79,00                 79,00 EUR
Auslagenpauschale                                                                                               35,00 EUR
Sachverständigenkosten                                                                      20,00 EUR
                                                                                                                                insgesamt 461,72 EUR

Schön, die Falle hat funktioniert, aber das diese Bande für ein von mir bereits angemietetes Fahrzeug auch noch Nutzungsausfall berechnet, obwohl ich es gerade benutze, ist an Frechheit und Ignoranz nicht zu überbieten und objektiv betrügerisch. Sie wissen genau, dass man für diesen Betrag nicht ökonomisch prozessieren kann. Das Internet ist übrigens voll von ähnlichen Fällen.

Nach langem Warten am Telefon ist es mir am 25.02.2016 gelungen mit einer Mitarbeiterin bei Sixt zu sprechen, welche die Lizenz zum Töten hatte: Sie war so gnädig, den „Nutzungsausfall“ zu löschen.

 

Im Umzugsmodus

In 14 Tagen werden wir erstmals im neuen Haus „übernachten“. Das Berliner Haus füllt sich mit Umzugskartons und die Wände sind bereits kahl. Die beliebteste Frage ist „Brauchen wir das noch?“ Vieles nicht, und der alte Astra Caravan fährt zentnerweise Holz, Papier und anderes zur Stadtreinigung.  Morgen werden Treppe und Türen eingebaut und dann kann der Fußbodenbelag der oberen Diele verlegt werden. Die Maler sind in den Bädern fast fertig. Die Telekom hat den Telefonanschluss (DSL+LTE) technisch fertiggemeldet. Der Anschluss könne aber nicht aktiviert werden, weil die Datenerfassung noch nicht erfolgt sei. Der Telekom Bauherren-Service meint, dies könne maximal 28 Tage dauern. Gerade fällt mir ein, dass kein Kabel für die LTE-Antenne in den HAR gelegt wurde, mein Fehler. Immerhin weiß ich, dank der Bundesnetzagentur, wo mein zuständiger Sendemast steht.

Mittlerweile sind Türen und die Treppe eingebaut. Fliesenleger, Bodenleger und Maler können jetzt ihr Werk vollenden und dann kann das große Putzen beginnen.
Am 8. Februar erhielten wir einen Anruf von unserem Bauleiter. Im linken Seitenteil der Treppe sei ein Riss aufgetreten und  es müsse ausgetauscht werden. Der Einbau eines neuen Seitenteils würde in ca. 14 Tage erfolgen, da es erst gefertigt werden müsse,  die Treppe könne aber weiterhin betreten werden.  Bei der Übergabe des Hauses am 12. Februar haben wir uns mit dem Bauleiter dahingehend geeinigt, dass wir auf einen Austausch verzichten und HvH dafür die Gewährleistung der Treppe von 5 auf 10 Jahre verdoppelt.
Am 9. Februar meldete sich der Elektriker Haase , dass er gerade die Alarmanlage montiert und danach die Datendosen anschließen werde.
Im Garten liegt seit Monaten ein großer Haufen Baumschnitt – kein schöner Anblick. Wir haben uns entschlossen, das Holz nicht zu verbrennen, sondern durch Baumpfleger Wandel schreddern zu lassen. Das macht zwar viel Krach, schont aber die Umwelt. Drei Mitarbeiter werden einen Tag zu tun haben.
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Die große Putzaktion wurde am 13. Februar beendet. Das Haus ist bereit für den Einzug am 18. Februar.

 

Finale und Hausabnahme

Heute hat unser Bauleiter den 12.02.2016 als Abnahmetermin vorgeschlagen und wir haben zugestimmt. Endlich hört das Pendeln zwischen Berlin und Borsdorf auf und es müssen nicht mehr 2 Häuser beheizt  werden.

Was ist noch zu erledigen? Am 28. und 29. Januar erhielten 2 Räume im OG  Vinyl-Parkett. Gleichzeitig wird die untere Diele von unserem Fliesenleger Gerd Kaden fertiggestellt.

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Gästezimmer
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Office
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Gäste – Duschbad 1
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Gäste – Duschbad 2

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Die Bautreppe in der Diele wird demnächst abgebaut. Die neue Treppe ist weniger steil , hat mehr Stufen und steht dann bereits im gefliesten Bereich, so dass der Fliesenleger die restlichen Fliesen legen kann.

Gebäudetechnik-Possenhain und beendete die Sanitär- und Heizungsinstallation bereits in in KW 5.  Jetzt sollte Wasser aus den Hähnen kommen, die Kollektoren auf dem Dach gefüllt sein und die Wolf-Therme 300 l Wasser angewärmtes enthalten.

Am 4. und 5. Februar 2016 wurden von der Firma  LifeLong Türen und die Treppe  eingebaut. Die Treppenstufen wollen wir „verpacken“,  damit sie beim Umzug nicht beschädigt werden.

Vom Elektriker Haase müssen noch Alarmanlage und Datensteckdosen montiert werden.

Mittlerweile hat Firma Jan Giesa das Garagenfundament fertiggestellt, so dass Betonwerk Carl Plötner  in KW 6 die Stahlbeton-Garage aufstellen kann.

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Fundament für Anbau

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Für den Umzug haben wir Spedition  Hertling  beauftragt. Mit dieser Spedition ist bereits der Kaiser umgezogen. Beim Vorort-Termin erlebten wir eine sympatische  Mischung zwischen Akquise und unseren Wünschen bzgl. des Leistungsumfanges. Der Umzug erfolgt am 17. und 18. Februar.

Volles Haus im Winter

In der Woche vom 18.1. bis 22.01.2016 war auf der Baustelle richtig viel los. Drei Mitarbeiter der Malerwerkstatt Vent waren mit Spachtel, Schleif- und Malerarbeiten im Haus beschäftigt. Gleichzeitig wurden die Bäder durch Firma Karsten Kaden (HvH) gefliest und alle weitere Fliesenarbeiten durch  unseren Fliesenleger Gerd Kaden durchgeführt. Da am 21.01.2016 die Monteure von Porta die Küche einbauen wollten, mussten die Fliesen- und Malerarbeiten in der Küche am 20.01.2016 fertiggestellt werden. Am 22.01.2016 waren 11 Mitarbeiter von 5 Firmen im Haus beschäftigt, da auch Firma Haase (dem Seniorchef sei Dank) völlig überraschend erschien, um den lang ersehnten Anschluss an das Stromnetz zu realisieren. Da die Erde tief gefroren war,  konnte das Kabel am Hausanschlusskasten nicht in der Erde versenkt werden. Diese Aufgabe werde ich später erledigen. Damit nicht genug:  trotz Eis und Schnee  (- 8° ) wurde durch einen Telekom-Beauftragten der Anschluss im HAR gelegt. Auch hier konnte der Schacht auf dem Gehweg durch Firma Kusche & Walter nicht sofort mit Erde gefüllt werden. Für Handwerker war es sicherlich nicht einfach sich gegenseitig abzustimmen, aber letztlich hat es geklappt. Wir möchten uns daher bei allen bedanken, die mitgeholfen haben, dass der für Mitte Februar geplante Umzug immer wahrscheinlicher wird.