Ein halbes Jahr im neuen Haus

Nach langer Pause melden wir uns mal wieder. Da wir gegenwärtig keine  Probleme mit dem Haus haben und alles funktioniert, können wir nichts Negatives berichten. Wir freuen uns , dass es keine Setzungsrisse gibt und die Haustechnik ohne Störungen läuft. Mittlerweile überstand das Haus Sturm und heftige Regenfälle unbeschadet. Der „Blower Door Test“ wurde mit  n50 = 0,98 1/h  bestanden, zulässig sind 3,0. Seit Mai 2016 haben wir nur ca 100 m³ Gas verbraucht haben und hatten trotzdem jederzeit warmes Wasser. Es ist schon erstaunlich, welchen Wirkungsgrad die beiden Kollektoren auf dem Dach haben.

Die einzige Plage, die uns seit Wochen heimsucht sind Wühlmäuse und ein Maulwurf. Der Versuch, die ungebetenen Gäste mit Buttersäure vom Pool zu vertreiben, war leider nicht erfolgreich. Jeden Tag kommen 3 neue Erdhügel hinzu, die dann wieder beseitigt werden müssen. Der teure Rollrasen ist nur noch ein Flickenteppich.

Erfreulich entwickelt sich die „Landwirtschaft“ der Bauherrin, auch wenn sie etwas ungeordnet erscheint. Seit mehreren Monaten können wir Tomaten ernten, wobei die Cherry-Tomaten deutlich besser als die aus dem Handel schmecken. Bei anderen Sorten haben wir das nicht so festgestellt. Auf jeden Fall ist alles im Garten total „Bio“. Die Streuobst-Äpfel enthalten selbstverständlich Maden und die Bauherrin ist unermüdlich dabei „fleischlosen“ Apfelmuss herzustellen. Dieser ist heller und rötlicher, und schmeckt auch besser als die Handelsware. Pflaumen und Marillen sind wunderbarerweise nicht von Schädlingen befallen, dafür auch nur halb so groß und süßer, als die aus dem Supermarkt. Die Bauherrin hat mindestens 30 Gläser Marmelade hergestellt. Nächstes Jahr wird es auch Himbeeren geben. Dieses Jahr gibt es  dafür 5 Kürbisse.

Die ebenfalls auf dem Grundstück liegende Staegemann Villa macht auch einige Arbeit, besonders das Zurückschneiden der Sträucher und Hecken ist aufwendig.  Max Staegemann war um 1900 Generalintendant der Leipziger Bühnen und nutzte die Villa als Sommerresidenz und Open-Air Theater für ausgewählte Gäste. Der durch ihn angelegte steinerne „Theaterhügel“, von dem ein künstlicher Bach herunterfloß, ist noch heute zu sehen.  Die Bauherrin denkt darüber nach, die trockengefallene Bachlandschaft wieder zu fluten. Für eine freiwerdende Wohnung (104 m²) wird ein Nachmieter gesucht .

Eine Absenkung der Strasse hat dazu geführt, dass schwere LKW und Busse bei der Vorbeifahrt eine deutlich wahrnehmbare Erschütterung  im Haus verursachten. Wir haben die Gemeinde informiert und nach mehreren Wochen wurde das Problem behoben.
Die Pflege der neuen Rasenflächen ist während der Hitzeperioden mit Temperaturen um 30°,  schon sehr zeitaufwendig. Damit das junge Gras überlebt, müssen die „gelben Flecken“ gezielt manuell bewässert werden, um den Grundwasserspiegel nicht allzu sehr sinken zu lassen. Die alten Gras-Wiesen  verbrennen zwar, überleben aber auch ohne Bewässerung.

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