Und die Erde bewegt sich doch.

Damit das Haus nicht mehr von einer Wüstenei umgeben sei  und ich auch sonst nichts zu tun hätte, machte die Bauherrin den Vorschlag, ich solle die Mutterboden-Hügel mit unserer neuen Schubkarre rund ums Haus verteilen. Vorher müsse ich aber den Bretterzaun an der Straße entfernen und die einbetonierten metallenen Zaunpfähle ausbuddeln, denn bald käme der Zaunbauer mit dem neuen Zaun. Ich entgegnete, die Sklaverei sei abgeschafft und ich würde mich bei den Nachbarn beschweren. Die Zaunpfähle waren feine Ost-Ware, für die Ewigkeit gebaut und zentnerschwer. Eine Weile übten wir uns in nonverbaler Kommunikation, bis glücklicherweise Herr W. vorbeikam. Er ist unsere Allzweckwaffe für alle Probleme rund ums Haus und die Bauherrin vertraut ihm. Er meinte, mit diesen Tätigkeiten sei ich bis in den Herbst ausgelastet. Da hatte die Bauherrin ein Einsehen und genehmigte die Anmietung eines Radladers mit einer 750 l Schaufel. Mit diesem Gerät gelangt es 8 Zaunpfähle mitsamt dem Betonfundament aus der Erde zu ziehen und direkt auf einen Anhänger zu laden. Für die Verteilung des Mutterbodens benötigte der Radlader weitere 5 Stunden.

Jetzt konnte die Bauherrin endlich die Lieferung vom Baldur-Pflanzenversand in die Erde bringen. Leider waren einige der bestellten „kräftigen“ Pflanzen gerade mal 1 cm groß. Damit Pflanzen und Rasen allzeit genug Wasser bekommen, wurde beschlossen einen Brunnen bohren zu lassen.
2 Tage später hatten wir einen, der Wasser mit Hilfe einer Gardena 5000/5 Pumpe aus 8 m Tiefe holt. Diese Tiefe ist für selbst-ansaugende Pumpen das Maximum das physikalisch möglich ist. Obwohl das Rückschlagventil richtig eingebaut und das ganze System mit Wasser gefüllt war, wollte die Pumpe aber nicht fördern. Nach endlosem Probieren fanden wir die Lösung: Den ersten Meter des hinten an der Pumpe angeschlossenen Gartenschlauchs im Winkel von 90 Grad etwa 20 Sekunden über der Pumpe nach oben halten, bis das Wasser konstant aus dem Schlauch fliest. Wenn das System dicht ist, muss dies nur einmal geschehen.
Die HvH-Dachdecker aus Zwickau haben sich um die Fallrohre gekümmert und auch eine schöne Wasserklappe für die Regentonne eingebaut.
Da ich mittlerweile weiß, wie an einem Haus mit 15 cm Dämmung Gegenstände bis 8 Kg pro Dübel befestigt werden, besitzt das Haus jetzt eine Hausnummer, die Nachts sogar leuchtet. Die Fischer Dämmstoffdübel FID 50 und FID 90 helfen hier weiter. Zuerst ein Loch bohren (z .B. 6 mm, 5 cm tief), dann das Drahtgeflecht etwas beiseite drücken, so dass der Dübel sich in die Dämmung bohren kann. Am Ende die Ränder mit Silikon abdichten, anschließend kann angeschraubt werden.

Am 11.04.16  wurde begonnen die Einfahrt zu pflastern und die Terrasse herzustellen.

 

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